(eg) Die Gemeinschaft Bildender Künstler präsentiert in der kommenden Ausstellung im Weytterturm den überregional bekannten Maler und Bildhauer Wilhelm Holderied aus München, der u.a. das riesige Land-Art-Kunstwerk am Münchner Flughafen, das Erdzeichen „Eine Insel für die Zeit“, ein monumentales Relief auf einer Fläche von 270 auf 170 Metern geschaffen hat.

Unter dem Titel „HINTERLEGT IN ZEIT-ZONEN“ zeigt die Ausstellung im Weytterturm eine Gegenüberstellung von Bildern und Skulpturen aus unterschiedlichen Phasen seines Schaffens – von dem Beginn seines schöpferischen Suchens bis in die Gegenwart. Die Präsentation macht die thematische Entwicklung seines Werkes über eine Zeit-Zone von mehr als fünfzig Jahren sichtbar. Die fünf Zeiträume gliedern sich in folgende Themenfelder: Objektkästen-Kopfzeichen-Lineare Rhythmen-Übermalungen-Beflügelte Rhythmen.
Wilhelm Holderied arbeitet sowohl in zweidimensionalen als auch in dreidimensionalen Ebenen und beschäftigt sich mit Zeichen und Spuren, mit Masken, Gewichten und Schatten, aus denen Bilder und skulpturale Wegzeichen entstehen – Erdzeichen, Mondzeichen, Wasserzeichen, Steinzeichen. Diese Symbole besitzen für ihn eine archaische Kraft und wirken als elementare Bildsprache. Der Traum vom Fliegen prägt Holderieds gesamtes künstlerisches Werk. Leichtigkeit, Luftigkeit und Bewegung sind daher wiederkehrende Motive seiner Arbeit. Fliegen, Verfliegen, Entfliegen und Beflügeln stehen für die Erkundung dieser astronomischen Welten und symbolisieren die künstlerische Suche nach neuen Dimensionen des Sehens und Denkens, gesteuert von einer unsichtbaren Quelle.
Im Rahmen der szenischen Aktion „OAMUAMUA – DER BOTE AUS DER FERNE“ inszenieren die Akteure Howard Fine, Franz Schnieringer und Wilhelm Holderied ein DADAistisches Spiel aus Worten, Klängen und Bewegung. Im Mittelpunkt steht ein Tanz um die Skulptur „EIN BOOT WILL FLIEGEN“. Die Metapher des Bootes steht für die Sehnsucht nach fernen Horizonten und unbekannten Räumen. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 29. April um 19 Uhr mit der Aufführung der Performance im Vorhof des Turmes im Freien statt. Die Ausstellung ist dann vom 1. Mai bis 7. Juni jeweils Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr zu sehen.
