(ra) Viele Interessierte sind am Montagabend in Hadersbach (Stadt Geiselhöring) zusammengekommen, um die CSU-Kandidat*innen für den Stadtrat kennenzulernen. Bürgermeister Herbert Lichtinger stellte dabei das Wahlprogramm „Wir machen. Für Geiselhöring“ vor und skizzierte Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode.
Zum Auftakt blickte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Viktoria Schmalhofer auf Projekte der vergangenen Jahre zurück. Als Beispiel nannte sie den Bezug des neuen Feuerwehrhauses in Geiselhöring.
Fraktionsvorsitzender Robert Ammer ordnete die finanzielle Lage der Stadt ein. Er machte deutlich, dass die Haushaltssituation herausfordernd sei, verwies zugleich aber auf Investitionen, die in den vergangenen Jahren in Grundstücke für Tauschmaßnahmen oder Gewerbeansiedlungen geflossen seien. Das habe zwar Mittel gebunden, sei jedoch aus Sicht der CSU wichtig für künftige Ansiedlungen und damit für Arbeitsplätze.
In seinem Vortrag ging Lichtinger unter anderem auf die Entwicklung des Stadtplatzes ein. Dieser solle weiterhin als Aufenthaltsort und Treffpunkt gestaltet werden. Den Wandel im Einzelhandel könne die Stadt nicht stoppen, erklärte er, sie könne ihn aber mitgestalten, etwa indem Gebäudeinhaber mit interessierten Gewerbetreibenden zusammengebracht werden. Als Beispiel wurde der Umbau der ehemaligen Volksbank genannt, in der künftig eine Zahnarztpraxis entstehen soll.
Lichtinger begrüßte zudem die Umgestaltung der Malzfabrik durch einen privaten Investor. Als Ziel nannte er, gegenüber der Malzfabrik beim ehemaligen Feuerwehrhaus einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln. Wichtig sei ihm auch, die Ortsteile weiter zu stärken. Genannt wurden unter anderem Bauplätze, der Ausbau des Radwegenetzes sowie weiterer Glasfaserausbau für schnelles Internet.
Breiten Raum nahm in Vortrag und Diskussion der Wunsch nach einem Dorfgemeinschaftshaus in Hadersbach ein. Die Dorfbevölkerung erstellt derzeit eine Grobskizze für den Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses, anschließend soll eine Kostenschätzung folgen. Mögliche Förderungen sollen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung geklärt werden.
Bei der Vorstellung der Stadtratskandidat*innen setzten mehrere Beiträge inhaltliche Akzente. Maria Stocker verwies mit ihrer Erfahrung als VdK-Vorsitzende auf die Bedeutung der Arbeit mit Senior*innen. Stadträtin Maria Vilsmeier zeigte sich erfreut, dass in der Malzfabrik künftig auch eine Tagespflege angeboten wird. Ludwig Baier, als jüngster Stadtratskandidat, begründete aus seiner Tätigkeit als Fußball-Jugendtrainer, warum ihm die Förderung der Jugendarbeit besonders wichtig ist.
