(ra) Der Kunstverein Landshut präsentiert eine umfassende Einzelausstellung mit Arbeiten des Regensburger Bildhauers und interdisziplinären Künstlers Koloman Wagner. Unter dem Titel „Skulptur“ sind Skulpturen aus der Werkgruppe „Skulptur als Klanglinie“ zu sehen. Die Ausstellung läuft von 14. Februar bis 8. März. Eröffnet wird sie am Freitag, 13. Februar um 19.30 Uhr. Zur Einführung ist ein Künstlergespräch mit Koloman Wagner und Dr. Antonia Kienberger angekündigt.

Wagner entwickelt seine Arbeiten auf Grundlage von Musik und Klängen. Aus Holz entstehen Skulpturen, die sich aus hunderten und tausenden einzelner geometrischer Elemente zusammensetzen und in einem aufwendigen Verfahren zu organischen Formen geschliffen werden.

Inhaltlich verknüpft der Künstler seine Arbeit mit dem Raum-Zeit-Kontinuum als Konzept aus der theoretischen Physik. Über dieses Prinzip übersetzt er Tonfolgen in räumliche Formen. Partituren werden dabei zu Bauplänen für Skulpturen umgedeutet. Umgekehrt werden Objekte zum Ausgangspunkt eigener Kompositionen. Räumliche Form und Musik verschmelzen so zu Raum-Klang-Installationen.

Wagner experimentiert dabei mit Raum und Zeit als verschränktem Medium und versteht Form als verallgemeinertes Prinzip der Raumzeit. Gerade Musik, Tanz und räumliche Gestalt lassen sich über diesen Ansatz miteinander verbinden. Die Sprache der Musik wird zur Grundlage einer eigenständigen bildhauerischen Formensprache.

Koloman Wagners Arbeiten wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem bei der NordArt, der London Art Biennale und im Vasarely Museum in Budapest. Zudem wurden sie mehrfach ausgezeichnet, darunter auf der internationalen Chianciano Biennale 2024 sowie zuletzt mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg 2025.