(ra) Der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerkes ADVENIAT Pater Martin Maier SJ spricht dazu am 5. Februar um 19 Uhr im Gasthaus Wurm in Schwimmbach auf Einladung der Kirchenverwaltung Schwimmbach.

Pater Martin Maier SJ

Die US-Regierung hat in ihrer Sicherheitsstrategie Lateinamerika zu ihrem Hinterhof erklärt. Prompt setzte US-Präsident Trump dies in die Tat um: Nachdem angebliche Schmugglerboote versenkt und Öltanker gekapert wurden, hat Trump den venezolanischen Präsidenten mit Militärgewalt entführen und vor ein US-Gericht zerren lassen. In beiden Fällen werden an die hundert Menschen Opfer der völkerrechtswidrigen Angriffe. Inzwischen fragen sich die Regime in Kuba und Nicaragua, ob ihnen ein ähnliches Schicksal blüht.

In den vergangenen Jahren kommen immer mehr rechtspopulistische Präsidenten an die Macht. Nach dem Wahlsieg des liberalistischen Javier Milei mit der Kettensäge in Argentinien, kamen zuletzt in Ecuador mit Daniel Noboa der Spross einer Bananen-Händler-Dynastie und in Chile mit Josè Antonio Kast ein erklärter Bewunderer des alten Diktator Pinochet an die Macht. Und in El Salvador opfert Präsident Nayib Bukele die Rechtsstaatlichkeit zugunsten seines Kampfes gegen die Jugendbanden und gibt sich als Kerkermeister der USA, indem er den USA seine Haftanstalten für deren venezolanische Häftlinge angeboten hat.

Wie agiert ein Hilfswerk in dieser politisch kristenhaften, gewalttätigen und zugespitzten Situation? Wie gelingt es trotzdem Zuversicht und Biotope der Hoffnung auf dem Kontinent erblühen zu lassen? Diesen Fragen geht der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat, Pater Martin Maier SJ in seinem Vortrag am Donnerstag, 5. Februar 2026 um 19 Uhr im Gasthaus Wurm in Schwimmbach nach. Der Eintritt ist frei.

Das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Getragen wird diese Arbeit von vielen Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. Und 25. Dezember. Im vergangenen Jahr konnten mehr als 1 000 Projekte mit 33,8 Mill. Euro gefördert werden, die genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Menschen vor Ort.