(rp) Beim Themenspaziergang der Geiselhöringer SPD mit Landratskandidat Oskar Saller haben am Sonntag Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher sowie die Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger und Marco Lang zentrale Punkte des Wahlprogramms vorgestellt. Im Mittelpunkt standen zwei Themen, die nach Darstellung der Beteiligten in Geiselhöring nicht länger aufgeschoben werden sollen: das Jugendtagungshaus und die Sanierung der Schule.

Tauschten sich beim Themenspaziergang am Jugendtagungshaus aus: (Von links) SPD-Bürgermeisterkandidaten Ludwig Kerscher, SPD-Landratskandidat Oskar Saller, die SPD-Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger und Marco Lang sowie Schriftführer Rainer Pasta

Auftakt war am Jugendtagungshaus. Kerscher und Saller forderten dort gemeinsam eine rasche Perspektive für das Gebäude. Die SPD spricht sich für eine sofortige Sanierung und die Rückkehr zur Nutzung als modernes Bildungszentrum für Jugendorganisationen und Schulen aus. Saller verwies darauf, dass sich die SPD-Kreistagsfraktion seit längerem für Modernisierung und Erhalt einsetze, um die Einrichtung für Jugendarbeit wie Seminare und Freizeiten wieder zeitgemäß nutzbar zu machen.

Das Jugendtagungshaus stammt aus dem Jahr 1981 und war nach Angaben im Text rund 25 Jahre lang Anlaufstelle für Jugendgruppen, Schulklassen, Ministrantengruppen und weitere Teams. Genannt wurden unter anderem Klassensprecherseminare, Jugendleiterschulungen und internationale Freizeiten. Aus Sicht der SPD sei eine Modernisierung und Erweiterung dringend erforderlich. Kerscher verwies auf fehlende Barrierefreiheit und darauf, dass Sanitäreinrichtungen in den Zimmern fehlen. Energetisch befinde sich das Gebäude nach seiner Aussage noch auf dem Stand der 90er Jahre. Bereits geplant gewesen sei, Planungen und Ausschreibungen in den Kreishaushalt 2022 einzubringen und möglichst 2023 mit Baumaßnahmen zu beginnen. Nun müsse, so Saller, „Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen“.

Weiter ging es zur Grund- und Mittelschule. Ludwig Kerscher, der die Schule nach eigenen Angaben als gebürtiger Hadersbacher selbst besucht hat, stellte beim Blick auf die Fassade fest, sie sehe noch fast genauso aus wie früher. Aus seiner Sicht ist vor allem eine energetische Sanierung dringend nötig. Der SPD-Bürgermeisterkandidat machte deutlich, dass sowohl Schulsanierung als auch der Ausbau der Ganztagsbetreuung bald angegangen werden müssten. Gerade bei knappen Kassen sei eine langfristige Planung erforderlich – eine solche Strategie fehle in Geiselhöring jedoch, so Kerschers Kritik.

Oskar Saller benannte in diesem Zusammenhang ein Kommunalunternehmen als möglichen Hebel für mehr Handlungsfreiheit einer Kommune und verwies auf Schierling als Beispiel. In Geiselhöring sei das Thema zwar mehrfach angedacht worden, aber immer wieder vertagt worden, berichtete Kerscher. Saller forderte deshalb einen Kurswechsel: Damit müsse jetzt Schluss sein.