(ra) Über ein volles Haus im Kinderhotel Simmerl in Maibrunn konnte sich am Montag CSU-Ortsvorsitzender Anton Piermeier bei seiner Begrüßung freuen. Trotz der winterlichen Straßenverhältnisse waren der Einladung seines Ortsverbandes zum Start in die heiße Phase bis zur Kommunalwahl am 8. März zahlreiche interessierte Bürger*innen gefolgt. Bürgermeisterkandidat Andreas Aichinger, seit fast zwölf Jahren Stellvertreter Piermeiers, oblag es, das Programm, das die Bewerber gemeinsam erarbeitet hatten, vorzustellen.
Im Bildungsbereich wolle man nach den Worten Aichingers die Sanierung der örtlichen Grundschule angehen, um Lehrern und Kindern die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten. Selbstverständlich gelte es auch, die Ganztagesbetreuung umzusetzen, sodass Beruf und Familie gut miteinander vereinbart werden können. In der Seniorenarbeit sei man bestrebt, die bereits guten, vorhandenen Angebote weiter zu unterstützen, aber das Augenmerk auch darauf zu richten, überörtliche Offerten noch näher an die Menschen im Bergdorf zu bringen. Weil man den Neubau des Bauhofs unbedingt vorantreiben wolle, sei es im Sinne der Jugendlichen wichtig, ihnen auch künftig eine „eigene“ Räumlichkeit zur Verfügung zu stellen.
„Den ureigenen Aufgaben einer Kommune, wie der Sicherstellung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung, werden wir selbstredend nachkommen“, versprach der Bewerber um das Bürgermeisteramt. Auch die örtlichen Feuerwehren wolle man auf dem hohen Ausrüstungsniveau halten. Weil eine florierende Wirtschaft im Ort Grundvoraussetzung für solide Finanzen sei, habe man sich auf die Agenda gesetzt, örtlichen Betrieben Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen und sie bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Nicht zuletzt setze man sich dafür ein, die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Gemeinde und Unternehmern zu intensivieren.
Ehrenamtliche – der Kitt im örtlichen Geschehen
Das ehrenamtliche Engagement vieler Sankt Englmarer, welches der Kitt im örtlichen Geschehen ist, möchte man fördern. Wörtlich meinte Aichinger: „Überörtliche Ehrungen könnten beispielsweise stärker in Anspruch genommen werden und wo die Gemeinde Spielräume habe, werde man bürokratische Barrieren eindämmen und auch abbauen.“ Die Planungen für einen Trainingsplatz für Sportverein und Schule seien überdies priorisiert. „Diesen Bedarf haben wir“, so Aichinger.
Ein Bürgermeister für alle Bürger wolle er sein, das brachte er dezidiert zum Ausdruck. Andreas Aichinger dankte abschließend auch Anton Piermeier, der nach 18 Jahren erfolgreicher Amtszeit nun nicht mehr antritt. Piermeier hinterlasse ein gutes Fundament, das es weiter zu entwickeln gelte. „Sankt Englmar soll auch künftig „lokal stark“ sein und deshalb bitte ich um Unterstützung für mein hervorragendes Team und mich“, so der Bewerber um das Amt des Bürgermeisters abschließend.
Die Kandidaten für ein Gemeinderatsmandat
Im Anschluss stellten sich die Gemeinderatskandidaten vor. Lukas Troiber (Platz 2) setzt auf eine starke örtliche Infrastruktur. Mario Muhr (Platz 3) liegt am Herzen, Gewerbe und Ehrenamt zu stärken. Mimi Schmelmer (Platz 4) steht für eine leistungsfähige Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze vor Ort. Den Tourismus als Standbein Sankt Englmars weiter voranbringen will Martin Six (Platz 5). Dr. Daniel Jonas Klemm (Platz 6) setzt sich als Hausarzt natürlich für eine gute Gesundheitsversorgung in der Gemeinde ein. Der Rettenbacher Elmar Pfender (Platz 7) will den Ortsteilen Sankt Englmars eine kräftige Stimme geben und auch für deren prosperierende Entwicklung sorgen. Klaus Eckl (Platz 8) engagiert sich für den Ausbau der „Englmarer Praktikumswoche“ und eine starke Identifikation mit dem „Englmari-Brauch“.
Für Daniela Wittmann (Platz 9) ist es von hoher Bedeutung, der Kultur Raum zu geben. Diese sei im Moment vielleicht wichtiger denn je. Nachhaltigkeit und Regionalität sind bei Johannes Pielmeier (Platz 10) keine Worthülsen. Er lebt das selbst und betont, so für künftige Generationen Heimat machen zu können. Florian Feldmeier (Platz 11) hat sich auf die Fahne geschrieben, das Ehrenamt zu stärken. Abläufe im Vorfeld von Veranstaltungen seien zu vereinfachen, um auch weiter eine bunte Vielfalt von Festen im Bergdorf zu haben. Die Jüngste im Team, Franziska Marx (Platz 12), stellt das Miteinander der Generationen heraus. Für alle Altersklassen soll Sankt Englmar lebens- und liebenswertes Zuhause sein. Die Ersatzkandidaten Andreas Holmer sen. und Guido Haimerl brachten zum Ausdruck, dass sie aus Überzeugung und mit 100 Prozent hinter dem Team stünden und baten um dessen Unterstützung.
Piermeier will weiterhin im Kreistag einen Platz haben
Im Kreistag möchte Anton Piermeier auch künftig mitwirken. Er will darauf achten, dass der Landkreis sorgsam mit seinen Geldern umgehe und als Verbandsrat im Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung dafür beherzt kämpfen, dass die Betriebszeiten am Rettungsstellplatz in Sankt Englmar ausgeweitet werden.
Landratskandidat Ewald Seifert, der von 27 Kreistagskandidaten der CSU begleitet wurde, machte in seinen Ausführungen deutlich, dass er einer Schließung der Kreisklinik Bogen eine klare Absage erteile. Vielmehr wolle er deren Fortbestand sichern. Die Bürger erwarteten von der Politik unmissverständliche Entscheidungen und die zügige Umsetzung von Projekten. So habe er als Bürgermeister in Oberschneiding gearbeitet und auch als Landrat sei das die oberste Prämisse seines Amtsverständnisses. „Ich will machen!“, so Seifert.
Der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzender Lukas Troiber erklärte am Ende der Wahlversammlung den Wahlmodus. In vielen Ländern gebe es keine freien Wahlen. Dieses hohe Gut zu nutzen, sei unabdingbar und zeichne eine funktionierende Demokratie aus.
