(ra) Im ÖDP/PU-Kreisverband Straubing-Bogen rückt die Kommunalwahl 2026 näher – und mit ihr eine Generation, die Verantwortung übernehmen möchte. Bei einer wahlvorbereitenden Veranstaltung am Samstag in Niedersunzing diskutierten junge Mitglieder über Klimaschutz, erneuerbare Energien, Barrierefreiheit und Generationengerechtigkeit. Klar wurde: Die Jugend will nicht nur reden, sondern Politik aktiv mitgestalten.
Junge Perspektiven im Mittelpunkt
In Niedersunzing trafen sich Mitglieder des ÖDP/PU-Kreisverbands Straubing-Bogen zu einer ersten wahlvorbereitenden Veranstaltung für die Kommunalwahl 2026. Die Runde war gut besucht, auffällig hoch war der Anteil junger Teilnehmer*innen. Moderator Michael Hirtreiter zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Resonanz und dem Interesse der Jugend.
Selina Retzer, Marketing-Managerin aus Hunderdorf, hob die Bedeutung des Dialogs mit jungen Menschen hervor. Gerade ihre Generation werde die Folgen des Klimawandels besonders deutlich zu spüren bekommen, betonte sie. Umso wichtiger sei es, bereits heute verantwortungsvoll zu handeln und politische Weichenstellungen konsequent an Klimaschutz und Nachhaltigkeit auszurichten.
Auch Leonhard Bauer, Elektrikermeister aus Mitterfels, warb für mehr junge Stimmen in den Gremien. Neue Generationen brächten neue Ideen und andere Blickwinkel ein, sagte er. In der ÖDP/PU sehe er eine politische Kraft mit klaren Grundsätzen – etwa durch den Verzicht auf Firmenspenden und Fraktionszwang.
Klimaschutz, Energiewende und Barrierefreiheit als Schwerpunkte
Lucia Gold, Diplom-Kauffrau aus Bogen, stellte die Elektromobilität als zentralen Baustein des Klimaschutzes im Verkehrsbereich heraus. Aus ihrer Sicht hat insbesondere die öffentliche Hand eine wichtige Vorbildfunktion. Bei den Fahrzeugflotten von Behörden, etwa im Landratsamt, sieht sie noch deutliches Potenzial für den Umstieg auf emissionsarme und elektrische Antriebe. Der Wechsel zur E-Mobilität sei nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern mittelfristig auch wirtschaftlich sinnvoll, da Elektrofahrzeuge zunehmend konkurrenzfähig in der Anschaffung und im laufenden Betrieb oft günstiger seien.
Landratskandidat Dr. Christian Waas knüpfte an diesen Gedanken an und unterstrich die Bedeutung von Generationengerechtigkeit. Zukunftsinvestitionen dürften nicht auf Kosten von Kindern, sozial Schwächeren oder der Umwelt gehen. Eine starke Jugend und eine intakte Natur seien entscheidend für eine stabile Gesellschaft, machte er deutlich.
Mit Blick auf die Energiepolitik plädierte Michael Meindl, Experte für erneuerbare Energien aus Mallersdorf-Pfaffenberg, für einen konsequenten Ausbau nachhaltiger Energieversorgung. Er verwies darauf, dass erneuerbare Energien eine zentrale Rolle für eine zukunftssichere Energiepolitik spielen und damit auch für die kommunale Entwicklung von Bedeutung sind.
Ein weiteres Thema war die Barrierefreiheit. Markus Preckwinkel, Berater in diesem Bereich, machte klar, dass es zwar bereits Fortschritte gebe, in der praktischen Umsetzung aber weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Mit seiner fachlichen Expertise möchte er sich künftig stärker politisch einbringen und Barrieren im Alltag Schritt für Schritt abbauen helfen.
Motivation für mehr junges Engagement
Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte sich der ÖDP-Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Hahn erfreut über die engagierte Diskussion und die vielen inhaltlichen Impulse. Er verband seinen Dank mit der Hoffnung, dass sich noch mehr junge Menschen politisch engagieren und sich mit den Werten der ÖDP/PU auseinandersetzen.
Die Veranstaltung in Niedersunzing machte deutlich, dass im Kreisverband eine junge Generation bereitsteht, Verantwortung zu übernehmen – mit klaren Vorstellungen von Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und einer zukunftsfähigen Kommunalpolitik.
