(ra) Mit dem offiziellen Förderbescheid des Bundes ist der Startschuss für das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen gefallen. Die Hochschule Landshut erhält gemeinsam mit den Partnern HyTACC, HyTACC CRYO, der Technischen Hochschule Ingolstadt und der OTH Regensburg insgesamt 54 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm für das Nationale Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff. Damit beginnt nun die konkrete Umsetzungsphase des bundesweit einmaligen Projekts.

Übergabe des Förderbescheids an die Hochschule Landshut (von links): Staatsminister Hubert Aiwanger, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Prof. Dr. Aida Anetsberger, Vizepräsidentin Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs der Hochschule Landshut, Prof. Dr. Tim Rödiger, Projektkoordinator auf Seiten der Hochschule Landshut – Foto: Bayerische Staatskanzlei

Rund 32 Millionen Euro fließen in den Aufbau wissenschaftlicher Infrastruktur an den beteiligten Hochschulen. Ergänzend stellt der Freistaat Bayern weitere Mittel in Aussicht. Ziel des Zentrums ist es, Wasserstofftechnologien aus der Forschung in die praktische Anwendung zu bringen – insbesondere für Mobilität, Schwerlastverkehr und neue Antriebskonzepte. Bereits vorhanden ist ein Elektrolyseur zur Erzeugung von grünem Wasserstoff, der seit Herbst 2024 im Probebetrieb läuft.

In Pfeffenhausen entstehen künftig Prüf- und Testeinrichtungen für Wasserstoffspeicher, Betankungstechnik und Antriebssysteme. Die Hochschule Landshut plant einen thermischen Prüfstand für Wasserstoffdruckspeicher, während die Partnerhochschulen weitere Großprüfstände beisteuern. Das Zentrum soll vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-ups als Innovationsplattform dienen und Niederbayern als Wasserstoff-Standort nachhaltig stärken.