(ra) Mehr als 1.100 Besucher haben am Samstag den „Tag des Handwerks“ bei der Handwerkskammer in Regensburg genutzt. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Regensburg und weiteren Handwerksorganisationen präsentierte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zahlreiche Berufe nicht nur zum Anschauen, sondern vor allem zum Ausprobieren. Vom Bau eines Vogelhäuschens über virtuelles Schweißen bis zum Krankorb in 60 Metern Höhe reichte das Programm.

Bei einem Rundgang präsentierte HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl (links) den Ehrengästen des Fests die vielfältigen Stationen der Teilnehmenden Innungen, hier mit dem Regensburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger (rechts) und dem Regensburger Kreishandwerksmeister Andreas Träg (Mitte). – Foto: Fotostudio Daniel

Im Mittelpunkt standen die verschiedenen Gewerke und ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Besonders anschaulich wurde das beim Bau eines eigenen Vogelhäuschens: An mehreren Stationen arbeiteten die Besucher daran weiter. Die Schreiner fertigten das Gehäuse, bei den Dachdeckern wurde es wetterfest, die Glaser setzten Fenster ein und bei den Malern und Lackierern bekam es seinen Anstrich.

Auch digitale Technik spielte eine Rolle. Besucher konnten virtuell lackieren und schweißen. Bei den Metzgern ließ sich sogar die Herstellung und der Verkauf von Leberkäse digital ausprobieren. Eine Berufe-Rallye verband die einzelnen Stationen miteinander.

Auch Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (2.von rechts) besuchte das Fest, hier mit HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl (rechts), den beiden HWK-Vizepräsidenten Christian Läpple (Mitte) und Hans Kastl (2. von links, sowie HWK-Ausbilder Maximilian Maly. –  
Fotos: Fotostudio Daniel

Daneben gab es unter anderem Kinderschminken, Spiele und eine Fahrt mit dem Krankorb. In rund 60 Metern Höhe bot sich dabei ein Blick über Regensburg.

Handwerk wirbt um Nachwuchs

Neben dem Familienprogramm ging es beim bundesweiten Aktionstag auch um die beruflichen Perspektiven im Handwerk. HWK-Präsident Georg Haber verwies dabei auf die Bedeutung der Branche, zugleich aber auch auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Von der Politik forderte er Reformen, die zügig umgesetzt würden und dauerhaft tragfähige Lösungen böten.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, hob in seinem Grußwort insbesondere die Nachwuchsgewinnung und das duale Ausbildungssystem hervor.

Zu den Gästen gehörten außerdem Vertreter aus Bundes- und Landespolitik sowie Regensburgs Oberbürgermeister Thomas Burger, Landrätin Tanja Schweiger und die Regierungsvizepräsidentin der Oberpfalz, Christiane Zürn.