Von Biosiegeln und Lebensmittelrettern – „Mitredn“ im Schaufenster NAWAREUM
(ra) Im Rahmen der Ausstellung „Restlos Gut Essen“ lädt das Schaufenster NAWAREUM am Donnerstag, 26. April zum „Mitredn“ ein: Annette Plank vom NAWAREUM und Claudia Kirchmair von der BioCampus Straubing GmbH führen mit einem Sketch in die Lebensmittel-Thematik ein. Martin Hoffmann von der ÖkoP Zertifizierungs GmbH aus Straubing zeigt auf, was hinter den unterschiedlichen Bio-Siegeln steckt. Heike Oehler von der Initiative foodsharing stellt im Anschluss vor, wie der Lebensmittelverschwendung begegnet werden kann. In ungezwungener Atmosphäre bietet das Format „Mitredn“ des Schaufensters NAWAREUM den Zuhörern eine Plattform, sich untereinander und mit den Referenten auszutauschen.

Produkte aus ökologischer Landwirtschaft, sogenannte Bio-Produkte, stehen hoch im Kurs. Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Bio-Betriebe in
Bayern. Labels wie das bayerische Bio-Siegel sollen dem Verbraucher dabei Orientierung geben. Es steht für die artgerechte Haltung von Tieren und die naturnahe Verarbeitung von Lebensmitteln, ohne Einsatz von Pestiziden und Düngemittel.
Doch wie erkennt man, dass dort, wo „bio“ drauf steht, auch „bio“ drin ist? Abhilfe schafft die staatlich zugelassene Biokontrollstelle „ÖkoP Zertifizierungs GmbH (ÖkoP)“ aus Straubing, die deutschlandweit Bio-Zertifizierungen und Kontrollen durchführt. In seinem Vortrag nimmt Martin Hoffmann von ÖkoP den Siegelwald unter die Lupe und gibt Tipps für den wöchentlichen Einkauf: „Die Vielzahl an Siegeln macht es den Verbrauchern oft schwer, sich im Supermarkt zurechtzufinden. Wer bio einkaufen möchte, sollte auch wissen, welche Kriterien dem Siegel zugrunde liegen“.
Aber nicht nur der Kauf von regionalen und saisonalen Öko-Produkten leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch der bewusste Umgang mit diesen. Allerdings werden in Bayern pro Kopf jährlich 65 kg Lebensmittel weggeworfen – Lebensmittel, die noch genießbar gewesen wären. Die Initiative „foodsharing“ stellt sich seit 2012 dieser Entwicklung entgegen: Händler und Produzenten, aber auch Privatpersonen erhalten dabei die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten. Seit 2016 erhält „foodsharing Straubing“ Lebensmittelspenden von kooperierenden Betrieben, welche über die foodsharing-Homepage und das Netzwerk der Gruppe geteilt werden. Heike Oehler von foodsharing Straubing freut sich über die bisherige Resonanz: „In Straubing machen bereits 4 Betriebe bei foodsharing mit. Dadurch konnten wir ca. 1548 kg Lebensmittel retten.“ Die Möglichkeiten für Konsumenten und Betriebe in Straubing, die Initiative zu unterstützten, stellt Oehler in ihrem Vortrag vor.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17.30 Uhr im Schaufenster NAWAREUM in der Fraunhoferstraße 8 in Straubing. Der Eintritt ist frei.