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VfB Straubing kommt beim TSV Velden nur zu einem 0:0

(ak) Es waren gerade einmal 75 Zuschauer, die sich am Sonntagnachmittag für die Bezirksligapartie beim TSV Velden interessierten. Zu Gast war der VfB Straubing, der erneut auf mehrere Stammspieler verzichten und nur noch mit 12 Mann nach Velden reisen konnte. In dieser torlosen Partie hatte der VfB vom Anpfiff weg Ball und Gegner laufen lassen.

In der 15. Minute folgte die erste VfB-Chance. Nach einem feinen Solo von Asllan Shalaj war dieser aus knapp zwanzig Metern trocken abgezogen. Doch Hausherrentorwart Peter Sedlmeier war zur Stelle. Acht Minute war es erneut Shalaj der den Veldener Torwart mit einem Distanzschuss prüfte. In der 31. Minute hatte der TSV Velden seinen einzigen Angriff in der gesamten ersten Halbzeit. Doch der Torschuss von Sebastian Holzeder von der rechten Seite ging parallel zum VfB-Tor in das Seitenaus. Fast im Gegenzug spielte Ahmed Ahmedov den Ball Dominick Wynn in die Gasse. Doch ein Hausherrenverteidiger konnte dessen Torschuss mit der Schuhspitze gerade noch zur Ecke klären.

Dann kam die 41. Spielminute. Lucas Altenstrasser unterlief an der Mittellinie ein leichtes Foulspiel am Veldener Lamin Drammen. Schiedsrichter Jedersberger entschied sofort auf Freistoß für Velden. Laurin Drammen stand auf und bespuckte anschließend im Vorbeigehen Lucas Altenstrasser. Nach kurzer Rücksprache mit dem Linienrichter zeigte Schiedsrichter Laurin Drammen völlig regelkonform für diese Unsportlichkeit die rote Karte. Somit agierte die VfB-Elf die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl.

Doch wie es so oft ist, setzte der Platzverweis bei den Hausherren nochmals Kräfte frei. Die Veldener Spieler ackerten und rackerten. Sie warfen sich in jeden Schuss und fighteten bis zum Abpfiff mit Herzblut, dabei aber immer sportlich fair. Der VfB Straubing schnürte Velden oft minutenlang an deren Strafraum ein, doch außer insgesamt vierzehn Eckbällen sprang wenig produktives vor dem Tor heraus. Und bot sich wirklich einmal eine gute Schusschance, so brachte immer noch ein Hausherrenspieler ein Körperteil zwischen Ball und Tor.

Velden hatte in der zweiten Halbzeit zwei sehr gute Konterchancen: In der 56. Minute setzte sich Sebastian Holzeder gut auf der rechten Außenbahn durch. Dessen punktgenauer Flankenball kam am VfB-Fünferhalber zu Markus Abel. Doch dessen wuchtigen Kopfball konnte VfB-Torwart Bastian Lerch parieren. Gut zehn Minuten später war es erneut Sebastian Holzeder der mit Ball Richtung VfB-Strafraum sprintete. Dessen Drehschuss von der Strafraumgrenze strich letztlich knapp am linken Pfosten des VfB-Tores vorbei. In der 76. Minute schien dann aber die VfB-Führung fällig. Lorent Dobruna dribbelte sich auf der rechten Seite im Veldener Strafraum durch bis zur Grundlinie. Dobruna passte das Leder zum am Fünferhalber völlig freistehenden Ahmed Ahmedov. Dessen Volleyschuss-Versuch scheiterte aber und so war der Ball leichte Beute für den Veldener Torwart Sedlmeier.

Der VfB fand einfach kein Mittel gegen die dicht stehende Veldener Hintermannschaft. Zudem schwanden bei der VfB-Rumpfelf nach dem schweren Freitag-Spiel, der Vielzahl an angeschlagenen Spielern und fehlender Wechselmöglichkeiten zunehmend die Kräfte. Doch in der Nachspielzeit ergaben sich noch zwei tolle Chancen, den Siegtreffer zu erzielen. Tsvetan Antov hatte sich an der Mittellinie das Leder geschnappt, überlief vier Veldener Spieler und zog aus zentraler Position aus knapp zwanzig Metern trocken ab. Seine Mitspieler hatten schon den Torjubel auf den Lippen. Doch mit einer Glanzparade lenkte Torwart Peter Sedlmeier den Ball mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten.

Der folgende Eckball kam am langen Pfosten an der Torauslinie zu Andreas Judenmann. Dieser legte das Leder mit Übersicht ab zu Asllan Shalaj. Doch Shalaj jagte das Leder freistehend aus etwa acht Metern in den Veldener Himmel. Danach erfolgte der Abpfiff und der TSV Velden jubelte völlig zu recht über den erkämpften Punkt.

Fazit aus VfB-Sicht: der kleine VfB-Kader kann so viele Ausfälle auf Dauer nicht kompensieren. Einsatz und Engagement stimmen, aber immer wieder werden zwar meist gute Chancen erspielt, diese aber zu leichtfertig vergeben. Der Mannschaft fehlt offensichtlich ein echter Torjäger. In der Defensive steht man größtenteils bombensicher – erst neun Gegentore bedeuten Ligabestwert. Nach einem Saisondrittel befindet man sich im zwar im oberen Tabellendrittel, die beiden ersten Tabellenplätze sind aber zur Zeit Utopie.