Theater am Hagen: Richard O‘Briens „The Rocky Horror Show“
(ra) Wenn ein „Sweet Transvestite“ auf einer Burg residiert, den „Time Warp“ tanzt und seine Gäste auffordert „Don’t dream it – be it“, kann es nur eines heißen: Das wohl schrillste und verrückteste Musical der Genregeschichte – „The Rocky Horror Show“ – ist in der Stadt. Endlich ist es dem Landestheater Niederbayern gelungen, die Rechte für dieses seit 40 Jahren immer noch heißbegehrte Stück zu bekommen und es auf die Bühnen Niederbayerns zu bringen. Premiere im Straubinger Theater am Hagen ist am 14. Juni um 19.30 Uhr.

Die Geschichte ist altbekannt und unverwüstlich: Janet und Brad, das frisch verliebte spießige Studenten-Pärchen hat eine Autopanne. In dem Schloss, in dem sie eigentlich nur nach Hilfe fragen wollten, gehen seltsame Dinge vor sich: Das düstere Gemäuer und seine Bewohner sind nämlich alles andere als alltäglich, vielmehr geraten die beiden mitten hinein in eine wüste Party von außerirdischen Transvestiten und treffen schon bald auf den charismatisch-erotomanischen Hausherren, Frank ‘N’ Furter. Der ebenso diabolische wie wahnsinnige Wissenschaftler in schwarzen Strapsen präsentiert ausgerechnet in dieser Nacht seine neueste Schöpfung. Das Retortenwesen Rocky erwacht zum Leben und die schrillen Ereignisse überschlagen sich in einer Nacht, die dem biederen Paar in vielerlei Hinsicht unvergesslich bleiben wird.
Seit über 40 Jahren begeistert die „Rocky Horror Show“ mittlerweile ein immer noch wachsendes Publikum. 1973 im Londoner Royal Court Theatre uraufgeführt, trat das Stück schon bald seinen Erfolgskurs um die Welt an – und es ist kein Ende abzusehen. Die Mischung aus großer Broadway-Show, Trash und Horror- und Science Fiction-Elementen, gemischt mit mitreißender Rockmusik ist unverwüstlich.

Unter der Regie von Musical-Spezialistin Ursula Lysser, die auch für die Choreographie verantwortlich zeichnet, der musikalischen Leitung von Bernd Meyer und in der Ausstattung der Briten Charles Cusick Smith und Philip Ronald Daniels landet das UFO vom Planeten Transsexual im Prantlgarten und Andreas Schneider lässt als Frank’n’Furter die Puppen tanzen. Unterstützt wird er von Roland Schreglmann und Ella Schulz als Brad und Janet, Jochen Decker als Riff-Raff, Katharina Elisabeth Kram als Magenta, Antonia Reidel als Columbia, David Moorbach als Rocky, Reinhard Peer als Eddie und Dr. Scott und Olaf Schürmann als Erzähler.
Die Premierenvorstellung am 14. Juni ist bereits ausverkauft. Vor der Premiere gibt es eine kostenlose Kurzeinführung im Foyer um 18.45 Uhr. Weitere Vorstellungen in Straubing folgen am 15., 21. und 22. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es beim Amt für Tourismus der Stadt Straubing (Tel. 09421/944 307) und an der Abendkasse ab einer Stunde vor der Vorstellung.