Straubing

Straubinger Grüne legen lokale Strategie für die Bundestagswahl fest

(ra) Der Kreisvorstand der Straubinger Grünen tagte am Montag im Café Steininger und legte dabei die lokale Strategie für die Bundestagswahl im Herbst fest. Mit dem aussichtsreichen 8. Listenplatz für Stadtrat Erhard Grundl auf der bayerischen Landesliste der Partei, hat man zum ersten mal überhaupt die Chance einen Straubinger Grünen in den Bundestag zu bekommen.

v.l.: Bastian Kulzer, Wolfram Wagner, Anita Karl, Erhard Grundl und Matthias Ernst (stehend)

„Für uns als Kreisverband wäre das natürlich ein Quantensprung, aber auch für die Stadt Straubing insgesamt würde das nach unglaublichen 37 Jahren endlich wieder einen Bundestagsabgeordneten bedeuten,“ sagte Kreisvorsitzender Bastian Kulzer. 1980 war der Sozialdemokrat Otto Wittmann als MdB aus dem Bundestag ausgeschieden.

Kulzers Co-Vorsitzende Anita Karl fügte an: „Erhard Grundl hat den sehr guten Listenplatz erreicht, weil er  kommunalpolitischer Erfahrung hat, aber auch, weil er bodenständige Lebenserfahrung außerhalb der Parteipolitik mitbringt.“

Grundl freute sich über die Vorschusslorbeeren und zeigte sich kämpferisch: „Ich werde versuchen im Wahlkampf meinen Stil aus der Kommunalpolitik fortzuführen: Mit den Menschen zu sprechen, statt über sie zu sprechen.“ Die Grünen planen im Wahlkampf mehrere Veranstaltungen, zu denen dann Vertreter der Landwirtschaft, den Gewerkschaften oder Kulturschaffende eingeladen werden.

Über die aktuellen Umfragewerten der Bundespartei, die zwischen mageren 9 und 7 Prozent prognostiziert werden, zeigten sich die Vorstandsmitglieder nicht erfreut.: „Wir müssen auch bei uns hier im Wahlkreis den Wettbewerb mit dem politischen Gegner suchen und den Menschen die Wichtigkeit Grüner Politik deutlich machen.“, sagte Matthias Ernst, Beisitzer im Vorstand und Sprecher der Grünen Jugend Bayern.

„Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen, eine Eindämmung des uferlosen Flächenverbrauchs oder die Weiterführung der Energiewende, das sind echte Zukunftsthemen, die im Parteienspektrum nur von uns Grünen offensiv vertreten werden.“ Kassier Wolfram Wagner kündigte eine enge organisatorische Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Regen an, um die vorhandenen Ressourcen optimal im gemeinsamen Wahlkampf einzusetzen.