So würdigt Geiselhöring Verdienste um die Stadt
(ra) In Anerkennung ihrer Verdienste um die Stadt haben 20 ehemalige Stadträte von Geiselhöring sowie langjährige Ortssprecher die Bürgermedaille in Bronze erhalten. Feierlicher Rahmen für die Übergabe war der Jahresschlussempfang der Stadt Geiselhöring am Mittwochabend in der Labertalhalle. Außerdem wurden bei der Gelegenheit Vereine, Betriebe und Privatpersonen mit einer Anerkennungsurkunde geehrt, die sich teils seit vielen Jahren an der Gestaltung des Ferienprogramms der Stadt beteiligen.

Brennende Kerzen in Einmachgläsern wiesen den Besuchern den Weg in die Labertalhalle, wo die Singgemeinschaft „Unterwegs“ auf der Bühne den Abend mit „Rocking around the christmas tree“ schwungvoll eröffnete. Da hätte die stattliche, mit Lichterketten geschmückte Nordmanntanne neben der Bühne nicht besser passen können.
Bürgermeister Herbert Lichtinger begrüßte die Besucher, unter denen extra eingeladenen 20 ehemaligen Stadträte und Ortssprecher waren, die für ihre langjährige Tätigkeit im Stadtrat mit der Bürgermedaille in Bronze samt Anstecknadel geehrt wurden: Martin Apfel (12 Jahre), Josef Baumann (30 Jahre Stadtrat), Karl Baumann (24 Jahre), Franz Bayer (20 Jahre), Resi Dinzinger (12 Jahre), Irmgard Elsperger (12 Jahre), Albert Erl (30 Jahre), Günther Erl (24 Jahre), Gabriele Gebessler (18 Jahre), Josef Haslbeck (12 Jahre), Karin Helm (16 Jahre), Leo Hofmeier (12 Jahre), Karl Huber (24 Jahre), Erwin Kammermeier (30 Jahre), Josef Marterer (23 Jahre), Ludwig Popp (12 Jahre), Helmut Prebeck (20 Jahre), Harald Stern (18 Jahre), Otto Strasser (24 Jahre) und Bernhard Wurm (30 Jahre).
Medaillen und Urkunden
„Sie alle sind mit ihrem Engagement ein Vorbild für unsere Gesellschaft“, betonte Bürgermeister Herbert Lichtinger, der die Medaillen, Anstecknadeln und Urkunden zusammen mit Zweitem Bürgermeister Harry Büttner feierlich überreichte. Wie ihre Auszeichnung habe der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung ebenso einstimmig beschlossen, dass die beiden ehemaligen Bürgermeister Franz Xaver Stierstorfer und Bernhard Krempl die Bürgermedaille in Gold erhalten sollen, gab Herbert Lichtinger bei der Gelegenheit bekannt. Die Übergabe werde ein einem separaten Rahmen stattfinden.
Im Anschluss sprach Herbert Lichtinger folgenden Vereinen, Betrieben und Privatpersonen seinen Dank aus, die sich teils seit vielen Jahren mit Kursen und Veranstaltungen in die Gestaltung des Ferienprogramms der Stadt einbringen: ETSV Hainsbach, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde, die Feuerwehren Geiselhöring, Haindling und Wallkofen, Fischereiverein Greißing, Kirchenrat Geiselhöring, Kreativkünstlerin Angelika Blümel, Konditorei Löw, Kreativ Werkstatt e.V., Krieger- und Soldatenverein Wallkofen, Liedertafel Geiselhöring, Experimentalarchäologe Lothar Breinl, Jäger Ludwig Krinner, Hella Meister vom Museum der Seefahrt, OGV Geiselhöring, Sportangler Geiselhöring, Landwirt Stefan Peringer, Tennisclub Geiselhöring sowie Eisstock-, Rad- und Turnabteilung des TV Geiselhöring. Für sie alle hatte Christopher Tonsch von der Stadtverwaltung, der das Ferienprogramm organisiert, Anerkennungsurkunden vorbereitet. „Dank Ihnen konnten im letzten Sommer 135 Kinder an 23 Kursen und Veranstaltungen teilnehmen“, resümierte Lichtinger dankbar.

Arbeit aller Ehrenamtlichen gewürdigt
Eingangs des Jahresschlussempfangs hatte stellvertretender Landrat Bernhard Krempl in einem Grußwort auf die vielen Negativ-Schlagzeilen des Jahres 2023 wie dem Ukraine- und dem Gaza-Krieg zurückgeblickt. Im Landkreis sei aber auch viel Positives erreicht worden, sagte Krempl und nannte als Beispiel die BMW-Ansiedlung in Straßkirchen mit den damit verbundenen neuen Arbeitsplätzen. Auch in Geiselhöring seien viele Projekte angestoßen worden. „Ein Landkreis ist immer nur so gut wie seine Gemeinden. Dafür ist eine gute Zusammenarbeit unerlässlich und auch gegeben“, lobte Krempl das gute Miteinander.
Josef Zellmeier, MdL betonte den hohen Stellenwert der Arbeit aller ehrenamtlich engagierten Bürger für eine Gesellschaft: „Es ist mir ein Anliegen, diese Arbeit zu würdigen und dafür danke zu sagen!“ Zur Entlastung aller ehrenamtlichen Vereine habe der Landtag beschlossen, die Gema-Gebühren für Veranstaltungen bis 300 Quadratmeter zu übernehmen. Weiter betonte er angesichts der Weltlage den hohen Stellenwert des Friedens. Er erzählte von einem Besuch in Jordanien, wo er erschüttert feststellen musste, dass der dortige Israel-Konflikt von Generation zu Generation weitergetragen werde, anstatt ihn zu bewältigen. Er rief die Besucher dazu auf, den Frieden vor Ort gemeinsam zu gestalten.
Rückblick und Ausblick
Bürgermeister Herbert Lichtinger blickte bei dem Empfang auf viele erfolgreiche Projekte und Veranstaltungen im Jahr 2023 in Geiselhöring und den Ortsteilen zurück und gab einen Ausblick auf 2024. Als anstehende Maßnahmen nannte er den Umbau des Rathauses mit Anbau eines Aufzuges, die Sanierung des Freibads, die Planungen der Sanierung des Klärwerks und des Umbaus der Grund- und Mittelschule sowie den Breitbandausbau.
In einem anschaulichen Jahresrückblick mit fast 300 Bildern, zusammengestellt von Nicole Dreier vom Hauptamt der Stadt, konnten die Besucher auf der Leinwand das zu Ende gehende Jahr schließlich selbst nochmal Revue passieren lassen. „Lassen wir uns nicht entmutigen angesichts der weltpolitischen Situation und lasst uns zusammenhalten, damit Geiselhöring auch weiterhin eine so sympathische Kleinstadt im Labertal bleibt“, rief Lichtinger die Bürger abschließend auf, bevor er alle zum Stehempfang mit entspannten Gesprächen bei Häppchen und Getränken einlud.