Landkreis Dingolfing-LandauNiederbayern

Severin Eder soll Nachfolger von Florian Pronold werden

(ra) Der niederbayerische Juso-Vorsitzende Severin Eder (28) soll Nachfolger des Bundestagsabgeordneten Florian Pronold. Pronold hatte vergangene Woche seinen Rückzug aus der Bundespolitik bekanntgegeben. Bei der Sitzung der SPD-Kreisverbände Rottal-Inn und Dingolfing-Landau am Samstag in Massing wurden die Weichen gestellt.

Nachdem Florian Pronold seinen Rückzug aus dem Bundestag nach der Bundestagswahl 2021 bekannt gegeben hat, braucht auch der SPD-Unterbezirk eine neue Spitze, die kommenden Samstag beim SPD-Unterbezirksparteitag in Simbach/Landau gewählt werden soll. Dazu schlägt Florian Pronold als Vorsitzenden Severin Eder vor, dem der SPD-Vorstand einstimmig folgte.

Severin Eder (Mitte) zusammen mit Florian Pronold, MdB (links) und Dr. Bernd Vilsmeier – Foto: Dr. Vilsmeier

Der in Hebertsfelden aufgewachsene und in Pfarrkirchen lebende Severin Eder begann nach seinem Studium für Tourismusmanagement am „European Campus Rottal-Inn“ in Pfarrkirchen, dem einzigen komplett englischsprachigen Studienstandort in Bayern, als Krisenspezialist in der Touristik, zu arbeiten. Er engagiert sich schon seit vielen Jahren in der SPD und den Jusos. Seit Anfang diesen Jahres ist er Vorsitzender der Jusos Niederbayern.

Dazu erklärte Eder: „Gemeinsam mit euch möchte ich für eine Gesellschaft kämpfen, die gerecht ist und in der Zusammenhalt kein Fremdwort ist. Ich trete für eine Gesellschaft ein, in der wieder miteinander und nicht übereinander geredet wird. Gerade zu Corona-Zeiten haben wir als SPD gezeigt, dass wir der Motor sind, der die Regierung am laufen hält. Hier möchte ich ansetzen. Wir benötigen dringend Mehrheiten jenseits der konservativen Bremser. Ich möchte anpacken und zwar mit Mut, einem stabilen Wertekompass, der nötigen Portion Selbstbewusstsein und mit progressiven Inhalten.“

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Für den Parlamentarischen Staatssektretär im Bundesumweltministeriums Florian Pronold, MdB ist es „ein Glück für die Menschen in unserem Land“, dass die Sozialdemokraten seit 2017/18 an der Bundesregierung wieder beteiligt seien. Sie würden nach Darstellung Pronolds effektiv den Takt vorgeben und die Richtung bestimmen. Wörtlich sagte er: „Die SPD steuert Deutschland durch die Krise, während den konservativ-liberalen meist nicht viel mehr als Steuersenkungen für Reiche und Sozialabbau einfällt!.“

In der Diskussion zeigten die beiden SPD-Kreisvorsitzenden Alfred Feldmeier aus Rottal-Inn und Bernd Vilsmeier aus Dingolfing-Landau wenig Verständnis dafür, dass die Leistungen der SPD in der jetzigen Bundesregierung – und ganz besonders beim Corona-Krisenmanagement – für das Land nicht ausreichend wahrgenommen werden. Als Beispiele nannten sie die Senkung der Einkommenssteuer, bessere Löhne in sozialen Berufen, Abschaffung des Solis für die meisten, mehr Schutz für Paketboten, Parität bei den Krankenkassenbeiträgen, Stärkung des Zolls beim Kampf gegen Sozialbetrug, Verbesserungen bei Leih- und Zeitarbeit, Entlastung von Geringverdienern, die Einführung eines sozialen Arbeitsmarkts und der Brückenteilzeit, höheres Kindergeld, Verbesserungen bei der Mütterrente, beim Bafög, für Azubis, für  Rentner, in der Pflege, für Mieter und noch so vieles mehr.