Patienteninformation über Mandelentzündung am Klinikum St. Elisabeth
(ra) Mandelentzündung ist ein verbreitetes Krankheitsbild in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Gerade Kinder und Jugendliche leiden oft darunter. Es ist eine der 20 häufigsten Diagnosen für einen Krankenhausaufenthalt der unter 15-Jährigen. Unter dem Titel „Chronische Mandelentzündung – nicht immer muss operiert werden“ findet am Mittwoch, 28. September um 18 Uhr im Klinikum St. Elisabeth eine Patientenveranstaltung statt. Experten stellen verschiedene Behandlungswege vor und beantworten Fragen der Besucher. Der Eintritt ist frei.
Während Mandeln früher viel öfter operativ entfernt wurden, ist man heute unter anderem wegen des Nachblutungsrisikos viel zurückhaltender. Erst bei jährlich sechs oder mehr Infekten wird laut aktueller Leitlinie von 2015 eine Operation empfohlen. Die Art der Behandlung hängt weiter beispielsweise von Folgeerkrankungen und vom Alter des Patienten ab. Bei Kindern gelten die Mandeln als wichtiger Bestandteil der körpereigenen Abwehr. Vor dem fünften Geburtstag wird in der Regel nicht operiert.
Welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, die eitrige Angina zu therapieren und Beschwerden wie Hals- und Kopfschmerzen sowie Fieber zu lindern, zeigt HNO-Ärztin Dr. Veronika Winkler auf. Das neue Zweitmeinungsverfahren zur Mandeloperation stellt HNO-Arzt Dr. Klaudius Czech vor. Veranstalter des Informationsabends für Patienten ist die Abteilung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde im MVZ am Klinikum St. Elisabeth.