Straubing

ÖDP-Kreisvorstand unterstützt das überparteiliche Pflege-Volksbegehren

(ra) Eine ebenso wichtige wie ernste Sache haben sich nach Ansicht des ÖDP-Kreisvorsitzenden Bernhard Suttner die Intiatoren des Volksbegehrens für eine Ergänzung des Bayerischen Krankenhausgesetzes vorgenommen: „Es ist verdienstvoll, gesetzlich eine Mindestausstattung jeder Krankenhausstation mit Pflegefachkräften vorzugeben. Ehrlicherweise muss man dann aber auch dafür werben, die finanziellen Schwerpunkte unserer Konsumgesellschaft entsprechend zu verändern und mehr Geld für den Dienst am Menschen aufzuwenden!“

Nach eingehender Diskussion entschied sich der ÖDP-Vorstand bei seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag im Straubinger Hotel Gäubodenhof dafür, den Antrag auf ein überparteiliches Volksbegehren für bessere Pflege zu unterstützen. Pflegefachfrau und Stadträtin Raphaela Wild betonte, dass es aber nicht nur um gesetzliche Regelungen für mehr Personal in Kliniken und anderen Orten der Pflege gehen dürfe: „Wenn der alltägliche Dienst am Menschen nicht endlich besser geachtet und bezahlt wird, wird es kaum gelingen, weit mehr geeignete Frauen und Männer als bisher für dieses Berufsfeld zu gewinnen.“

Wie im Bereich der Erziehung und Betreuung von Kindern so sei auch im Pflegebereich schon jetzt ein erheblicher Mangel an Fachkräften und Auszubildenden zu beobachten. Dennoch sei es sinnvoll, jetzt für anspruchsvolle Mindeststandards den gesetzlichen Rahmen zu schaffen. „Jede legale Aktion zur Behebung des Pflegenotstandes ist willkommen und verdient Unterstützung“ meinte Raphaela Wild, die im Oktober auch für den niederbayerischen Bezirkstags auf der ÖDP-Liste kandidiert. Sie verwies auch auf die Straubinger Aktion „Pflege am Boden“, die seit langer Zeit den Finger in die Wunde lege. Künftig werde man bei allen Infoständen und Veranstaltungen der ÖDP die Unterschriftenlisten für das Pflege-Volksbegehren bereithalten.

Bezirkstagsdirektkandidatin Brigitte Tarras stellte fest, dass die neue Aktion gut zum Gesamtansatz der ÖDP passe: „Naturschutz und Menschenschutz sind keine Gegensätze sondern bilden eine logische Einheit.“ Das gemeinsame Dach für beide Anliegen sei die Orientierung am Gemeinwohl: „Wenn Egoismus und reines Profitstreben die Oberhand gewinnen, leidet letztlich das ganze Geflecht des Lebens.“