Nach Ammoniak-Austritt im Eisstadion – Fast alle Straßen wieder frei – Update 8
(pol) Nach dem Austritt von Ammoniak im Straubinger Eisstadion sind bisher 19 verletzte Personen bekannt. Unter ihnen auch vier Angehörige der Feuerwehr, die überwiegend über Atemwegs- und Augenreizungen klagen. Sie werden medizinisch versorgt. Die Polizei empfiehlt weiterhin im Stadtgebiet Türen und Fenster geschlossen zu halten. Straßensperren bleiben aufrecht erhalten.
Nachdem eine Meldeanlage am Eisstadion Alarm ausgelöst hatte, stellten Einsatzkräfte der Feuerwehr um kurz vor 7.30 Uhr auslaufendes Ammoniak fest. Nach ersten Erkenntnissen trat das Ammoniak aus einer beschädigten Leitung im Bereich der Spielfläche aus. Zu dieser Beschädigung sei es bei Bauarbeiten gekommen.
Diese beschädigte Leitung konnte zwischenzeitlich geschlossen werden. Das in der Leitung befindliche Ammoniak tritt jedoch weiterhin aus, eine Spezialfirma wird in Kürze vor Ort erwartet.
Voraussichtlich werden die weiträumigen Absperrungen um das Eisstadion noch längere Zeit aufrecht erhalten. Für den Personen- und Fahrzeugverkehr sind folgende Straßen gesperrt:
– Geiselhöringer Straße ab Kreisverkehr
– Regensburger Straße komplett
– Gartenstraße komplett
– Sperrung am Stadtgraben – Einfahrt Theresienplatz
– Westtangente ab Einmündung Meginhardstraße
– Am Hagen: Ostseite ab Spitaltor.
Es wird gebeten, diese Bereiche zu meiden bzw. weiträumig zu umfahren.
Update 11.45 Uhr:
Zur Zeit sind zirka 60 verletzte Personen bekannt, es wird jedoch damit gerechnet, dass sich die Zahl der Verletzten noch weiter erhöht. Die Verletzten klagen vorwiegend über Augen- und Atemwegsreizungen.
Aus einer in der Nähe des Eisstadions liegenden Schule wurden 118 Schüler evakuiert. Diese klagen zum Teil ebenfalls über Beschwerden. Die Schüler wurden in andere Schulen im Stadtgebiet gebracht.
Es wird weiterhin gebeten die abgesperrten Bereiche zu meiden und diese großräumig zu umfahren.
Update 12.10 Uhr:
Zur Zeit wird das Eisstadion gelüftet, dabei kann es erneut zu Geruchsbelästigungen im angrenzenden Bereich kommen. Die Feuerwehr hat im Umfeld des Stadions verschiedene Messstellen zur Messung der Schadstoffkonzentration eingerichtet, um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen.
Der abgesperrte Bereich ist weiterhin zu meiden. Anwohner werden weiterhin gebeten Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Nach aktueller Lage bleiben die Verkehrssperrungen bis 16 Uhr aufrecht erhalten.
Die Stadt Straubing hat ein Bürgertelefon eingerichtet, dieses ist unter der Telefonnummer 09421/97168222 erreichbar. Hier erhalten Anwohner unter anderem aktuelle Verhaltenshinweise.
Update 13.45 Uhr:
In der Verletztensammelstelle wurden nach aktuellem Stand zirka 60 Personen vorsorglich untersucht. Bei 14 Personen wurden Verletzungen festgestellt, neun der verletzten Personen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Über die Schwere der Verletzungen kann zur Zeit von Seiten der Polizei noch keine Auskunft gegeben werden.
Die anderen vorsorglich untersuchten Personen wurden von Angehörigen abgeholt bzw. haben die Verletztensammelstelle eigenständig verlassen.
Die Sperrung der Geiselhöringer Straße wurde zwischenzeitlich aufgehoben. Die weiteren Sperrungen bleiben bestehen.
Update 14.40 Uhr:
Die Evakuierungsmaßnahmen bleiben laut Polizei nach wie vor aufrecht erhalten. Ebenso auch die noch nicht widerrufenen Verkehrssperrungen. Messungen der Feuerwehr im Stadion haben eine rückläufige Belastung der Luft mit Ammoniak ergeben. Dennoch sollten im Umfeld des Stadions Fenster und Türen geschlossen bleiben.
Update 15.05 Uhr:
Bis zu 500 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind in den Einsatz gebunden. Laut Polizei wurden am Morgen 130 Personen aus dem Umfeld des Stadions evakuiert. Wann diese in ihre Wohnung zurückkehren können, ist momentan noch unklar.
Update 16.45 Uhr:
Nach Informationen von Seiten der Polizei wird aktuell die Eishalle durch die Feuerwehr kontrolliert gelüftet. Evakuierungen und Sperrungen bleiben noch aufrecht erhalten. Weiterhin sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Die Dauer der Maßnahme ist nach wie vor unbekannt.
Update 17.15 Uhr:
Die Evakuierungsmassnahmen sind soeben aufgehoben worden. Auch die Verkehrssperren mit Ausnahme unmittelbar vor dem Eisstadion. Fenster und Türen können wieder geöffnet werden.
Update 17.45 Uhr:
Gegen 17. 10 Uhr konnte durch die Feuerwehr Entwarnung gegeben werden, nachdem die Leitungen verschlossen waren und die Messungen der Feuerwehr keine überhöhten Belastungen anzeigten.
Alle Straßensperrungen und Warnmeldungen wurden unmittelbar aufgehoben. Mit einer Ausnahme: Aktuell ist noch die Westtangente im Bereich des Eisstadions gesperrt.
Die Betroffenen Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt waren rund 150 Personen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen.
Durch den Austritt des Gases wurden 14 Personen verletzt, zirka 60 Personen mussten vorsorglich untersucht werden. Es kam zu keinen schwereren Verletzungen. Der überwiegende Teil der Betroffenen klagte über Augen- und Atemwegsreizungen.
Während der Verkehrssperrungen sowie den Evakuierungsmaßnahmen kam es zu keinen größeren Behinderungen. Die Polizei, Rettungs- und Einsatzkräfte bedanken sich für das umsichtige und verständnisvolle Verhalten aller Betroffenen.
Das Bürgertelefon der Stadt Straubing ist bis 18 Uhr besetzt.