Kindergartenerweiterung macht großen Schritt nach vorn
(ra) Die Erweiterung und der Umbau des Kindergartens in Konzell machen große Schritte nach vorn. Am Mittwoch beschloss der Gemeinderat die Vergabe von Aufträgen für verschiedene Gewerke. Die Sitzung war zusätzlich anberaumt, da wichtige Entscheidungen beschlossen werden mussten, um die Antragstellung für die Förderung sowie den zeitlich straffen Umsetzungsplan einhalten zu können.
Neben den Vertretern des Architekturbüros Wagner berichteten auch die beigezogenen Fachplaner, Rainer Schwarz vom Büro Rothenwührer (Sanitär) und Josef Wittenzellner (Elektroinstallation), über den Stand der Planungen. Kindergartenleiterin Silke Hien brachte die Sicht der Einrichtung ein.
Katharina Wagner informierte den Gemeinderat eingangs umfassend über die zwischenzeitlichen Hergänge. Im Großen und Ganzen sei der Grundriss des Erdgeschosses seit der Planung vom Mai unverändert geblieben. Der Anbau werde lediglich weniger breit und lang, wie vom Gemeinderat gewünscht. Der jetzt vorliegende Plan sei mit der Einrichtungsleitung, der Verwaltung und dem Landratsamt bereits abgestimmt worden. Änderungen hätten sich zum Bespiel bei der ursprünglich vorgesehenen Galerie als Spielbereich ergeben, weil diese vom Bauamt beanstandet worden sei. Im Untergeschoss werden nach der Entscheidung des Gemeinderates zusätzliche Räume geschaffen. Ausschlaggebend dafür sei das abschüssige Gelände, wodurch ohnehin die Außenmauern erforderlich sind und daher mit verhältnismäßig geringem Aufwand Raum geschaffen werden kann. Zum Beispiel für die Verwaltung entstehen hier notwendige Archivräume.
Bei den Vorträgen der Fachplaner waren dann zahlreiche Entscheidungen zu treffen, wo umfangreiche detaillierte Nachfragen und Abwägungen stattfanden. Einstimmig war sich der Gemeinderat einig, keine Lüftungsanlage in den Alt- und Neubau einbauen zu lassen. Die Meinungen über deren Sinnhaftigkeit gehen auseinander. Hingegen soll die Möglichkeit einer Kanalentlastung durch das Dachflächenwasser zum Tragen kommen. Dazu sind noch genauere Informationen über die Bodenbeschaffenheit einzuholen. Favorisiert gegenüber einer Regenwasserversickerung wurde der Einbau einer Zisterne.
Wie Bürgermeister Fritz Fuchs einbrachte, verlange man von den Bürgern, zur Entlastung des Kanalnetzes Regenwasserzisternen einzubauen. Sein Plädoyer zur Vorbildfunktion der Gemeinde stieß beim Gemeinderat auf fruchtbaren Boden. Ob und in welcher Weise das Regenwasser abgeleitet wird, wird nach eingehender Prüfung erneut zu beschließen sein. Nachdem Rainer Schwarz den Heizleitungen im Bestand noch eine Nutzungsdauer von 30 Jahren attestierte, werden diese nicht erneuert.
Diplomingenieur Josef Wittenzellner schlug vor, die alten Leuchtmittel im Bestand auszutauschen. Durch 60 Prozent Energieeinsparung und Fördermittel amortisiere sich diese Investition schon in wenigen Jahren. Der Gemeinderat machte sich diese Meinung mit einstimmigem Beschluss zu Eigen. Wegen der Flecken und Verfärbungen aufgrund von Wasserschäden wird auch die alte Decke ausgetauscht. Eine Sanierung oder ein Umbau sei nicht wirtschaftlich, auch werde so ein einheitliches Erscheinungsbild in der gesamten Einrichtung gewährleistet. Bei der Errichtung einer Solaranlage teilten sich die Meinungen. Vorerst werden nur die Zuleitungen für eine später mögliche Installation vorgesehen.
Zur erforderlichen Einrichtung war Kindergartenleiterin Silke Hien beauftragt worden, eine Aufstellung vom Bestand und sämtlichen benötigen Neuausstattungsgegenständen zu erstellen. Auf dieser Basis beschloss der Gemeinderat, die Gesamtsumme in den Förderantrag aufzunehmen. Von der Ausschreibung wird die Kleinausstattung ausgenommen und von der Einrichtungsleitung selbst beschafft. Zur Kritik bei der Kostenentwicklung und der Sorge, ortsansässige Firmen würden nicht zum Zug kommen, erinnerte das Architekturbüro an die Hergänge und gesetzlichen Vorgaben. Außerdem werde bei beschränkten Ausschreibungen das Büro in Absprache mit dem Gemeinderat durchaus auch ansässige Firmen anschreiben. Im Ausblick wurde der Baubeginn auf März 2017 angedacht. Ein Bauzeitenplan wird demnächst vorgelegt.