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Hochschule Landshut baut in Dingolfing „Kompetenznetzwerk Intelligente Produktionslogistik“

(ra) Fabriken werden immer intelligenter: Abläufe und Produkte sind miteinander vernetzt und machen die Fertigung effizienter. Dennoch gibt es in der Produktionslogistik noch viel Verbesserungspotenzial. Das Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) der Hochschule Landshut baut dafür in Dingolfing ein „Kompetenznetzwerk Intelligente Produktionslogistik“ auf.

Den Arbeitskreis „Komplexitätsreduzierung“ leitet Prof. Dr. Sven Roeren (links).- Foto: Hochschule Landshut

Wie eine Sprecherin der Hochschule am Dienstag mitteilte, habe sich das Projekt zur Aufgabe gemacht, die Innovationsfähigkeit regionaler, klein- und mittelständischer Unternehmen durch Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken. Es wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Die ersten drei Arbeitskreise des Projekts wurden nun am TZ PULS abgehalten. 16 Unternehmen fanden sich dazu in Dingolfing ein. Die Themen: taktische Logistikplanung, intelligente Logistiksysteme und Komplexitätsreduzierung. „Die drei Themenfelder bergen große Potenziale“, so Prof. Dr. Markus Schneider, Leiter des Technologiezentrums und Gesamtleiter des Projekts. „In der Planungsphase wird beispielsweise ein Großteil der Kosten festgelegt, weshalb die Umsetzung einer strukturierten taktischen Logistikplanung für Unternehmen ausschlaggebend sein sollte. Dies wollen wir den klein- und mittelständischen Unternehmen mit auf den Weg geben und so ihre Wettbewerbsfähigkeit im Hochlohnland steigern.“

Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärken

Die Arbeitskreise dienen dem Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Gerade in den ersten Terminen spielt die aktuelle Situation bei den Unternehmen eine entscheidende Rolle: Um den Transfer zielführend zu realisieren, müssen die Mitarbeiter des EFRE-Projekts vorher wissen, wo der Schuh bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen drückt.

Die Termine werden daher gemeinsam mit den Unternehmen gestaltet und decken ein breites Spektrum ab: von theoretischem Wissen über praktisches Know-how durch Best-Practice-Beispiele und Vorträge großer Unternehmen bis zu Anwendungsszenarien, bei denen reelle Situationen betrachtet werden. Die Teilnehmer gaben durchweg positive Resonanz zu den ersten Arbeitskreisen. Für das Projektteam des TZ PULS ein gutes Zeichen: Die Mitarbeiter planen bereits die nächsten Termine, um die gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen weiter auszubauen.