BogenRegion Straubing

Endoprothesenwechsel: heikel oder Routine?

(ra) Die Klinik Bogen lädt für Donnerstag, 11. Mai um 19 Uhr zu einem Gesundheitsabend ins Kulturforum Oberalteich ein. Dabei geht es in erster Linie um die Frage: „Endoprothesenwechsel – heikel oder Routine?“

Dr. Svend Hofmann – Foto: Klinik Bogen/Elisabeth Landinger

Es referiert Chefarzt Dr. med. Svend Hofmann. Er ist an der Klinik Bogen als Chirurg, Spezieller Unfallchirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Sportmediziner, Fußchirurg, Durchgangsarzt und Gutachter der Berufsgenossenschaften und des Berufsverbandes Deutscher Chirurgen tätig. Der AOK-Gesundheitsdozent und Personal Trainer Candy Konz sorgt mit einer bewegten Pause für Abwechslung und das Sanitätshaus Hausladen Medotech steht mit einem Informationsstand und Hilfsmitteln für Gelenkpatienten bereit. Die AOK Gesundheitskasse vergibt an Versicherte für die Teilnahme 100 Punkte im Rahmen ihres Bonusprogramms.

Ziel all der Maßnahmen der Endoprothetik ist ein im Alltag nicht spürbarer Gelenkersatz, auch „forgotten knee“ oder „forgotten hip“ genannt, eine wichtige Voraussetzung für die persönliche Lebensqualität. Welche Chancen und Risiken heute mit dem Gelenkersatz verbunden sind, schildert Dr. Hofmann und wird auch die Prothetik weniger bekannter Gelenke, das heißt des Schultergelenkes, des Ellenbogen- und des Sprunggelenkes beleuchten. Bei allem medizinischen und technischen Fortschritt im Bereich Gelenkersatz gibt es keine Garantie gegen die Auslockerung von Implantaten.

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Bei den Ursachen hierfür unterscheidet man infektiöse, also entzündliche, und nicht infektiöse Komplikationen, wie zum Beispiel mechanische Ausrenkung. Dr. Hofmann legt beim anstehenden Gesundheitsabend seinen Schwerpunkt die erstgenannte Art von Lockerung, also auf Entzündungen der Weichteile und Infektionen direkt um das Implantat herum, die sogenannten periprothetischen Infektionen. Die nicht-infektiösen Prothesenlockerungen werden Thema für einen weiteren Gesundheitsabend, dessen Termin noch bekannt gegeben wird.

Beleuchtet werden am Donnerstagabend zunächst die Definition, Ursache und Rolle der Infektionen, hervorgerufen durch Bakterien. Auch wie Infektionen ablaufen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, wird thematisiert. Weitere Fragestellungen werden sein: Welche persönlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen hat der Protheseninfekt in unserem Alltag? Wie diagnostiziert man Infektionen? Aber noch wichtiger im Sinne der Prävention: Wie verhindert und bekämpft man diese – antibakteriell und chirurgisch?

Im Anschluss besteht die Gelegenheit für Fragen an den Referenten, Erfahrungsaustausch und Diskussionen. Die Veranstaltung kann ohne Anmeldung besucht werden, Einlass ist ab 18.30 Uhr bei wie immer freiem Eintritt.