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Einsätze von „Christoph 15“ leicht gesunken

(ra) Die Einsätze des in Straubing stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 15“ sind im vergangenen Jahr leicht gesunken. Insgesamt war die Crew zu 1710 gestartet. Das Jahr zuvor waren es noch 1748 Einsätze. „Christoph 15“ belegt unter den bayerischen Rettungshubschraubern bei den Einsatzzahlen Platz 2. Dies berichtete am Donnerstag Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, bei der Vorstellung der Bilanz an der München Klinik Harlaching. Dort wurde im Beisein des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann auch der neue Jubiläumshubschrauber „50 Jahre Christoph“ präsentiert.

Im vergangenen Jahr starteten die Crews der gemeinnützigen ADAC Luftrettung zu 12.557 Rettungsflügen in Bayern. Dies entspricht der Einsatzhäufigkeit im Vorjahr, 2018 hoben die fliegenden Gelben Engel zu 12.472 Alarmen in Bayern ab (plus 85). Auch bundesweit blieb die Bilanz stabil auf Rekordniveau: 2019 mussten die ADAC Rettungshubschrauber zum fünften Mal in Folge rund 54.000 Mal ausrücken (2018: 53.967, minus 389). Das entspricht abermals rund 150 Notfällen täglich. „So eine hohe Einsatzdichte in einem hochkomplexen und risikobehafteten Umfeld ist nur durch die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews möglich“, betonte Frédéric Bruder.

Auf Vorjahresniveau: 2019 absolvierten die ADAC Luftretter 12.557 Einsätze in Bayern, 85 mehr als 2018. Damit wurden nahezu 25 Prozent aller Rettungsflüge deutschlandweit im Freistaat geflogen. – Foto: ADAC Luftrettung

Ursache für die Einsätze in Bayern waren in 39 Prozent Unfälle, dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen Herz-Kreislauf-Notfälle mit 21 Prozent und neurologische Erkrankungen wie Schlaganfälle mit 14 Prozent. Zum Vergleich die Einsatzursachen bundesweit: 32 Prozent Unfälle, 29 Prozent Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 15 Prozent neurologische Notfälle. Die Quote bei Verletzungen nach Unfällen liegt damit in Bayern deutlich über dem Bundesdurchschnitt, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen darunter.

Einsatzzahlen der ADAC Luftrettungsstationen in Bayern

Die meisten Einsätze der acht bayerischen ADAC Luftrettungsstationen verbuchte „Christoph 18“ Ochsenfurt mit fast 2.000 von insgesamt 12.549 Alarmierungen (2018: 12.531). Das leichte Plus gegenüber dem Vorjahr resultiert aus mehr Einsätzen der Stationen München, Ingolstadt und Dinkelsbühl. In Bayern befinden sich die meisten der 37 Stationen der fliegenden Gelben Engel. Nachfolgend die Stationen der ADAC Luftrettung im Freistaat, aufgelistet nach Einsatzzahlen (in Klammern die Vorjahreszahl):

1.Christoph 18, Ochsenfurt: 1968 (2062)
2. Christoph 15, Straubing: 1710 (1748)
3. Christoph 1, München: 1550 (1475)
4. Christoph 32, Ingolstadt: 1545 (1412)
5. Christoph 65, Dinkelsbühl: 1528 (1455)
6. Christoph 20, Bayreuth: 1486 (1508)
7. Christoph 40, Augsburg: 1443 (1456)
8. Christoph Murnau: 1319 (1415)

Mehr Einsätze mit der Rettungswinde

Die ADAC Luftrettung betreibt bundesweit vier Windenstationen, drei davon in Bayern – darunter „Christoph Murnau“: der ADAC Rettungshubschrauber ist seit 1999 rund 3.000 Windeneinsätze geflogen und gilt daher als Deutschlands Windenhubschrauber Nummer eins: Auf „Christoph Murnau“ kam das Verfahren im vergangenen Jahr 178 Mal zur Anwendung, auf „Christoph 1“ (München) 80 Mal und auf „Christoph 15“ (Straubing) 37 Mal. Zusammen mit „Christoph 26“ (Sande/Niedersachsen; 11 Einsätze) verzeichneten die Windenstationen insgesamt 306 dieser Spezialeinsätze, dies entspricht einem Plus von vier Prozent.