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Diese Pokervarianten sind für Einsteiger geeignet!

(ra). Das traditionsreiche Kartenspiel Poker ist heute beliebter denn je. Es wird nicht nur in zahlreichen Spielbanken der Welt gespielt, sondern auch bei einer abendlichen Pokerrunde unter Freunden oder im Netz auf Online-Plattformen. Das Spiel ist leicht zu erlernen und kann innerhalb einiger Runden in den Grundzügen verstanden werden.

Poker ist ein aufregendes Kartenspiel, das auch für Anfänger geeignet ist. – Foto: Unsplash

Wer jedoch richtig gut werden will, benötigt eine starke Strategie, eiserne Nerven und ein gutes Pokerface. Und genau diese Anforderungen sind es, die das Spiel für viele Menschen so extrem interessant machen. Besonders als Anfänger kann man sich schnell verbessern und Erfolge verbuchen. Wie man als Einsteiger im Poker durchstartet und welche Varianten sich am besten für neue Spieler eignen, haben wir uns genauer angesehen! 

Einstieg ins Pokerspiel

Poker ist in seinen Grundzügen ein relativ simples Kartenspiel, das aufgrund seiner vielen strategischen Überlegungen jedoch sehr komplex werden kann. Damit ist es allerdings ideal für Anfänger geeignet, denn schon nach kurzer Zeit kann man die erste Runde starten und seine Strategie während dem Spielen entwickeln. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Pokervarianten, bei denen sich die Spielweise leicht unterscheiden. Hat man jedoch die Regeln der wichtigsten Variationen gelernt, darunter z. B. Texas Hold’em, so ist es relativ einfach, eine neue Pokerart zu erlernen. Generell ist das Ziel im Poker mit der eigenen Hand und den Gemeinschaftskarten eine möglichst starke Kombination zu bilden und die anderen Spieler zu übertreffen.

Bei Texas Hold’em werden den Spieler z. B. zwei eigene Karten ausgeteilt, die sie verdeckt ansehen können, dazu kommen fünf gemeinsame Karten in der Mitte des Spielfelds. Diese werden öffentlich aufgedeckt, allerdings nicht auf einmal, sondern mit jeder weiteren Runde. Welche Kombination mit allen Karten möglich sind, erfährt man also erst nach der letzten aufgedeckten Karte. Einige Spieler schwören dabei auf sogenannte Soul Reads, eine Art sechsten Sinn für die verdeckten Karten. Soul Reads werden besonders auf sozialen Netzwerken gehypt und zeigen Videos von unglaublichen Siegen, die kaum jemand vorhersehen hätte können – auch wenn das einige Spieler behaupten.

Im Poker ist die psychologische Komponente dazu nicht zu unterschätzen. Aus diesem Grund bezeichnet man das Kartenspiel auch nicht als reines Glücksspiel, sondern als Strategiespiel mit Glückskomponente. Natürlich spielt der Zufall immer mit, das eigene Spielverhalten kann jedoch auch bei einem schlechten Blatt zum Sieg führen. Auf psychologischer Ebene gilt es, die anderen Spieler zu analysieren. Was verrät ihre Körperhaltung, ihre Mimik und Gestik über die Karten in ihrer Hand? Werden Spieler übermütig oder wirken sie sehr zurückhaltend? All diese Bestandteil der Körpersprache können als Indizien für das gegnerische Blatt gelten. Gekonnte Spieler versuchen jedoch ein gleichgültiges Pokerface aufzusetzen oder sogar falsche Signale zu senden. Damit wird es besonders knifflig!

Bei Texas Hold’em erhalten Spieler zwei verdeckte Karten. – Foto: Unsplash

Pokervariationen im Vergleich

Texas Hold’em ist eine der meist verbreitetsten Pokervariationen weltweit. Die Version wird in den meisten Casinos angeboten und besonders gerne bei großen Wettkämpfen benutzt. Das Spiel ist leicht zu erlernen, hat allerdings wahnsinnig viel Spielraum für Strategie und Psychologie. Spieler erhalten zwei Hold-Karten, die sie verdeckt ansehen dürfen, dazu werden auf dem Tisch drei Flop-Karten, eine River- und eine Turn-Karte abgelegt. Die Flop-Karten werden bereits in der ersten Runde aufgedeckt, wodurch alle Spieler bereits aus fünf Karten Kombinationen bilden können. Hier dürfen sie das erste Mal entscheiden, ob sie mit ihrem Blatt aus dem Spiel ausscheiden oder ihren Einsatz erhöhen möchten.

Die River- und Turn-Karten werden dann in den Folgerunden einzeln aufgedeckt. Sind alle Karten offengelegt und alle Einsätze getätigt, beginnt der Showdown. Alle Spieler, die noch im Rennen sind, legen ihre Karten offen, die stärkste Hand gewinnt die Runde. Um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es natürlich besonders wichtig, alle möglichen Kartenkombinationen und ihre Punkte zu kennen. Der Royal Flush ist im Texas Hold’em z. B. die höchstmögliche Kombination und besteht aus Ass, König, Dame, Bub und Zehn in derselben Farbe. Unterschiede im Spiel findet man übrigens nicht nur in den Spielvarianten, sondern auch in den Limits. Wird mit No Limit gespielt, so kann man all seine Chips setzen, gibt es ein Pot Limit, so kann nicht mehr gesetzt werden, als sich im Pot befindet. 

Eine weitere wichtige Variation nennt sich Omaha Hold’em. Die Spielart hat sich aus Texas Hold’em entwickelt, besitzt aber einen wichtigen Unterschied. So werden Spielern nicht nur zwei Hold-Karten ausgeteilt, sondern vier. Auf den ersten Blick mag das nicht viel verändern, das tut es jedoch! So kann man plötzlich viel mehr unterschiedliche Kombinationen machen, denn statt sieben Karten stehen Spielern plötzlich neun zur Verfügung. Die Hände die gebildet werden können, müssen dabei außerdem immer aus zwei der vier Hold-Karten und drei der fünf Gemeinschaftskarten zusammengesetzt sein. Die geläufigste Variante wird mit einem Pot Limit gespielt. 

7 Card Stud war noch vor einigen Jahren eine der wichtigsten Variation im Poker, wird mittlerweile allerdings seltener gespielt. Dabei erhalten Spieler sieben Karten, die allerdings erst im Laufe des Spiels ausgeteilt werden. Die ersten zwei Hole-Karten erhält der Spieler bereits in der ersten Runde, sie dürfen verdeckt werden. Im selben Moment wird auch eine offene Karte pro Spieler ausgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt erhält der Spieler in jeder Runde eine neue offene Karte, nur die siebte wird wieder verdeckt ausgeteilt. Somit besitzt jeder Spieler drei verdeckte und vier offene Karten. Nun gilt es, die höchstmögliche Kombination zu erreichen. 

Pokervariante für Anfänger

Wer neu in das Spiel einsteigt, sollte seine ersten Erfahrungen mit Texas Hold’em machen. Der Spielablauf ist nicht zu komplex, wodurch man relativ leicht den Überblick behält. Gleichzeitig sind die Runden auch nicht so simpel und kurz, dass man kaum Einfluss auf den Spielverlauf hat. Damit ist Texas Hold’em das perfekte Spiel für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Wer den Ablauf einer Runde erst einmal verstanden hat, kann ganz einfach neue Varianten erlernen. Für Texas Hold’em gibt es mittlerweile eine unglaubliche Menge an Büchern und Nachschlagewerken, mit denen die eigene Strategie erarbeitet werden kann. Dazu findet man fast in jedem Online Casino, sowie jeder landbasierten Spielbank, die Poker anbietet, einen Texas-Hold’em-Tisch. So kann man seine Fähigkeiten im realen Wettkampf ausbauen und von den anderen Teilnehmern lernen.

In Texas Hold’em ist die psychologische Komponente natürlich sehr wichtig. Bluffs werden gerne angewandt, um andere zu täuschen, dazu haben sich viele Spieler ein knallhartes Pokerface antrainiert. Profis spielen oftmals sogar mit Kopfhörern in den Ohren, um sich noch mehr abzulenken und keine Reaktionen zu zeigen. Dabei muss aber trotzdem die Konzentration mitspielen, solche Techniken werden also eher fortgeschrittenen Spielern empfohlen. Eine besonders herausfordernde Variation ist hingegen z. B. Heads Up Poker, das bei der deutschen Meisterschaft gespielt wird. Hier treten nur zwei Spieler gegeneinander an, der Druck steigt damit enorm.

Poker ist ein aufregendes Spiel, das leicht erlernt und dann ewig weiterentwickelt werden kann. Ausgelernt hat man im Poker niemals, denn es gibt immer neue Strategien und Techniken zu entwickeln. Die besten Pokerspieler der Welt sind heute fast unbesiegbar und das, obwohl der Zufall bei der Kartenwahl natürlich eine große Rolle spielt. Das macht die Faszination des traditionsreichen Gesellschaftsspiels wirklich aus!