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Das Tennisjahr 2019 des Alexander Zverev

(ra). Eigentlich sollte es sein Jahr werden. Nach dem überraschenden Erfolg zum Ende der vergangenen Saison bei den ATP-Finals in London gegen Novak Djokovic wollte Alexander Zverev dieses Jahr erstmals einen Grand Slam gewinnen. Doch nach einem Jahr mit Aufs und Abs musste die deutsche Tennishoffnung feststellen, dass es scheinbar noch nicht ganz für den großen Wurf reicht. Wir werfen einen Blick auf die abgelaufene Saison und schauen, wie sich Zverev bei den Grand Slam Turnieren geschlagen hat.

Ansprechende Leistung in Down Under

Traditionell beginnt das Tennnisjahr auf der anderen Seite der Erde. Unmittelbar nach dem Jahreswechsel beginnen die Vorbereitungsturniere für den ersten Grand Slam des Jahres, die Australian Open. Hier hat es Zverev bisher nicht über die dritte Runde hinaus geschafft, also sollte es dieses Jahr etwas werden. Und tatsächlich starte der Deutsche mit ansprechenden Leistungen gegen den Russen Aljaž Bedene und Jérémy Chardy.

Auch in der dritten Runde hatte er kein Problem mit dem Lokalmatadoren Alex Bolt. Allerdings war für Zverev nach einem schwachen Start gegen Milos Raonic im Achtelfinale Schluss. Die Grand Slam Allergie sollte also noch ein wenig anhalten. Es wird spannend zu beobachten, wie er bei den kommenden Australian Open abschneiden wird. Bei den Tennis-Wetten von bet365 gehört er mit einer Quote von 17,00 (Stand 02.12.) zwar zum erweiterten Favoritenkreis, die heißesten Kandidaten sind aber wohl immer noch Djokovic, Nadal und Federer.

Mit breiter Brust nach Paris

Bei den weiteren ATP-Turnieren zeigte er ansprechende Leistungen und gewann in Genf seinen ersten Titel in diesem Jahr auf der Tour. Mit entsprechend breiter Brust ging er dann an Nummer fünf gesetzt in die French Open. Hier feierte er auch im Jahr zuvor seinen bisher größten Erfolg mit dem Erreichen des Viertelfinales. Gleiches gelang ihm auch dieses Jahr, nachdem er sich unter anderem gegen den Serben Dušan Lajović​​​​​​​​​​​​​​ und den Italiener Fabio Fognini durchsetzen konnte. In der Runde der letzten acht bekam Zverev es dann mit Novak Djokovic zu tun. Hier ließ der Weltranglistenerste dem Deutschen keine Chance.

Große Probleme in Wimbledon

Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon konnte Zverev 2017 seinen ersten Achtungserfolg bei einem Grand Slam erzielen, als er bis ins Achtelfinale einzog. Letztes Jahr war allerdings schon nach der dritten Runde Schluss. Noch schlechter lief es dann in diesem Sommer. Völlig außer Form, musste Zverev nach einer Niederlage gegen den Tschechen Jiří Veselý bereits in der ersten Runde gehen. Anschließend beendete er die Zusammenarbeit mit seinem Trainer Ivan Lendl – die BILD berichtet von persönlichen Differenzen. Zurzeit wird er wieder von seinem Vater gecoacht, doch nach Informationen von Sportbuzzer könnte auch Tennislegende Boris Becker den Job bald übernehmen.

Screenshot: Instagram-Account von Alexander Zverev

US Open als Spiegelbild der Saison

Bis hier hin glich die Saison von Zverev eher einer Achterbahnfahrt, überzeugend in Australien und Frankreich, weniger siegreich in England. Beim letzten Grand Slam des Jahres, den US Open, wollte die deutsche Tennishoffnung jedoch noch einmal überzeugen. So spielte er sich bis ins Achtelfinale, was ihm im Flushing Meadows bisher noch nicht gelungen ist. Der Argentinier Diego Schwartzman bedeutete allerdings die Endstation für Zverevs Grand-Slam-Jahr.

Noch einmal überzeugen konnte er hingegen bei den ATP-Finals in London. Hier zog er nach Siegen über Rafa Nadal und Daniil Medwedew bis ins Halbfinale ein. Vielleicht kann Zverev seine Form bei den Australian Open nochmal bestätigen.