Bundesverdienstkreuz für Reinhard Böckl – Starkes Engagement für Aus- und Fortbildung
(jh) Jahrzehnten engagiert sich Reinhard Böckl beharrlich und zielstrebig für die berufliche Aus- und Fortbildung. Dieses Engagement wurde am Donnerstag gewürdigt. Im Landratsamt Straubing-Bogen händigte ihm Landrat Josef Laumer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Mit dabei neben der Familie auch einige Weggenossen, die mit zu den ersten Gratulanten zählten.
„Ordensverleihungen gehören zu den schönsten und dankbarsten Momenten eines Landrats“, so Josef Laumer. Normalerweise werden Bundesverdienstkreuze in Landshut bei der Regierung überreicht. Es war der Wunsch von Reinhard Böckl, dass die Ehrung im Landratsamt seiner Heimatregion stattfand – auch dass einige wichtige Weggefährten mit dabei sein sollten. Dementsprechend waren neben seiner Frau und seinen beiden Kindern auch der Bundestagsabgeordnete Alois Rainer, der Landtagsabgeordnete Bernhard Ross, Aholfings Bürgermeister Georg Wagner und der Hauptgeschäftsführer der IHK Passau, Walter Keilbart mit dabei.

Die hohe Auszeichnung, ist nach den Worten Laumers ein sichtbares Zeichen des Dankes für Böckls „beispielhaftes, weit über das normale Maß hinausgehende aktive bürgerschaftliche Engagement“. Und dann begann er die wichtigsten „Einsatzorte“ von Reinhard Böckl aufzuzählen. „Deinen ehrenamtlichen Einsatz detailliert und lückenlos zu beschreiben, würde diesen Rahmen sprengen“, verwies der Landrat auf die nachfolgende Zusammenfassung:
- Bei der IHK Niederbayern war Reinhard Böckl fünf Jahre stellvertretendes Mitglied des Berufsbildungsausschusses und gehört der IHK seit 1999 als ordentliches Mitglied an. Als alternierender Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses vertritt Böckl seit 2001 mit dauerhaft hohem Engagement die Arbeitnehmerseite.
- Der Deutsche Gewerkschaftsbund benannte Böckl für die Mitwirkung in vielen Prüfungsausschüssen für gewerblich-technische Abschlussprüfungen und für Fortbildungsprüfungen. Im Prüfungsausschuss „Anlagenmechaniker“ ist Böckl aktuell sogar Ausschussvorsitzender.
- Mit großen persönlichen Einsatz betreut Böckl die IHK-Lehrgänge in Straubing und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Standort Straubing einer der Schwerpunkte in der beruflichen Weiterbildung in Niederbayern geworden ist.
- Böckl hat mit großen Erfolg neue Maßnahmen und neue Zeitmodelle kreiert und dann auch tatsächlich umgesetzt.
- Auf Bundesebene setzt sich Böckl nachdrücklich für das System der beruflichen Bildung ein. Seine Praxiserfahrung als Lehrgangsleiter sind auch gefragt, wenn Fortbildungsregelungen auf Bundesebene neu konzipiert oder systematisch geordnet werden sollen. Besonders augenfällig ist dabei sein gesamtwirtschaftliches Verständnis und sein nicht-ideologisch geprägtes Arbeiten zugunsten der niederbayerischen Wirtschaft.
- Der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser bestätigte, dass er mit Reinhard Böckl bei der Überarbeitung der Fortbildung „Betriebswirt/in (HwO)“ sehr eng zusammengearbeitet hatte und dass es gerade Böckl zu verdanken sei, dass diese für das Handwerk sehr bedeutsame Aufstiegsfortbildung eingeführt wurde.
- Von 2002 bis 2013 führte Böckl auf seine persönlich engagierte Weise den Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
- Im nahen örtlichen Bereich setzte sich Böckl besonders für die Schüler der Hauptschule Rain ein. Es war ihm ein Anliegen, diesen jungen Menschen den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu erleichtern und sie auf diesem Weg fördernd zu begleiten.
Reinhard Böckl zeigt sich bescheiden
Seine Erfolge und seine Auszeichnung will Reinhard Böckl nicht als Leistung von ihm allein sehen. Dass es ihm gelungen sei, über die Jahre hinweg ein Netzwerk aufzubauen, um die wirtschaftliche Entwicklung in Niederbayern mit voranzutreiben, das bestätigte Walter Keilbart. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Passau nannte Böckl einen „Überzeugungstäter der besonderen Art“. Er habe sich seit vielen Jahren der beruflichen Bildung verschrieben und damit die Chancengleichheit im Berufsleben positiv beeinflusst.

Und noch einen Effekt hat Böckls Engagement. Keilbart dazu: „Berufliche Aus- und Fortbildung bedeutet Qualifikation und diese trägt zur Qualität in den Unternehmen bei.“ Deshalb: „Im Namen des IHK-Präsidiums und der niederbayerischen Wirtschaft gratuliere ich von ganzem Herzen.“
Glückwünsche sprachen auch die übrigen Gäste aus: Bernhard Ross, MdL sagte: „Ich meinen Hut für diese Leistung“. Der neue Ordensträger hatte kurz zuvor bekräftigt, dass sein Herz bei der IG Metall liege – nicht ideologisch, sondern zu Gunsten der Wirtschaft in Niederbayern und der jungen Menschen. Großes Kompliment auch von Alois Rainer, MdB: „Für die genannten Leistungen und Erfolge braucht es viel Herzblut und Verstand – ohne Beides hätten Sie es nicht erreicht.“ Die berufliche Qualifikation sei schon immer wichtig gewesen und werde in Zukunft noch wichtiger werden.
Aholfings Bürgermeister Georg Wagner, in dessen Gemeinde Reinhard Böckl mit seiner Familie wohnt, mahnte gleich zweimal, dass Böckl auch an seine Gesundheit denken sollte. Wie er ihn erlebe, steigere sich Böckl überdurchschnittlich in seine Arbeit hinein. Wagner erinnerte daran, dass es Böckls Verdienst sei, dass heute Sozialpädagogen an den Mittelschulen die Schulabgänger unterstützen und ihnen damit den Übergang von der Schule ins Berufsleben erleichtern.