Landkreis Landshut

Besondere Regelungen für Rückkehrer aus Risikogebieten

(ra) Seit Samstag müssen sich alle Personen, die sich in Corona-Risikogebieten aufgehalten haben, nach ihrer Rückkehr nach Deutschland unmittelbar einem Corona-Test unterziehen. Bis zum Eingang der Ergebnisse gilt für sie umfassende häusliche Quarantäne. Über diese Maßnahme infomierte am Dienstag auch das Landratsamt Landshut.

Spaß im Urlaub bedeutet auch eine erhöhte Infektionsgefahr – Foto: Pixabay

Reisende, die per Flugzeug angekommen, müssen noch direkt am Flughafen ein Testzentrum aufsuchen, für Bahnreisende stehen Angebote auf den größeren bayerischen Bahnhöfen bereit. An verschiedenen Rastplätzen sind ebenfalls Testmöglichkeiten eingerichtet. Tests können auch über den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) unter Tel. 116 117 vereinbart werden.

Das Landratsamt bittet die Betroffenen, sich auf der Landkreis-Webseite (www.landkreis-landshut.de, hier ist auf der Startseite ein direkter Verweis verankert) über die nötigen Formalitäten zu informieren. Eine Übersicht, welche Länder und Regionen zu Risikogebieten zählen, ist auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts oder des Auswärtigen Amtes einsehbar.

Die Infektionen bei Urlaubsrückkehrer liegen über dem Durchschnitt – Foto: Pixabay

Unabhängig davon tauchen – verteilt über die Region – immer wieder einzelne Infektionen auf, bei denen das Gesundheitsamt die Kontaktketten aber vollständig nachvollziehen kann. So sind in der Stadt Landshut zwei Fälle festgestellt worden, die aber lediglich leichte Symptome zeigen. In Vilsbiburg wurde im Zuge der Kontaktermittlung eines Indexfalles eine weitere Infektion festgestellt – die Betroffene zeigt aber keine Symptome. Ein Fall wurde durch einen Routinetest während eines Klinikaufenthaltes des Betroffenen festgestellt. Bei Ermittlung der Kontaktketten wurde eine weitere Infektion bei einer Angehörigen des Patienten festgestellt. Diese Fälle stammen ebenfalls aus Vilsbiburg und leben im selben Haushalt.  

Insgesamt 1019 Personen wurden seit Mitte März, hier wurde der erste Fall in der Region festgestellt, positiv auf das Corona-Virus getestet. Davon gelten 965 wieder als genesen und haben die Infektion bereits überstanden; 40 Personen sind bislang verstorben, bei denen ein Zusammenhang mit Covid19 möglich ist.

Derzeit sind 14 Bürger in der Region akut mit dem Virus infiziert. Sie kommen aus Vilsbiburg, Aham, Kröning, Ergolding und der Stadt Landshut.

Entspannung ist bei den Asylunterkünften zu erkennen: Sowohl in der Gemeinschaftsunterkunft in der Porschestraße in Landshut waren sämtliche Testergebnisse negativ, als auch in der zweiten Reihentestung in der Asylbewerberunterkunft in Pfeffenhausen, bei der vor wenigen Wochen Corona-Fälle festgestellt worden waren. Eine vorsorgliche Reihentestung einer Essenbacher Unterkunft deckte ebenfalls keine neuen Infektionen auf. Bei der Unterkunft in Kirchberg-Magersdorf kann aller Voraussicht nach in dieser Woche die häusliche Quarantäne aufgehoben werden.