Landkreis Dingolfing-LandauRegion Dingolfing-Landau

Zweiter Taubenkobel-Radweg wird am Samstag eröffnet

(ra) Radfahrer werden sich freuen: Am Samstag, 26. Mai wird ein weiterer Taubenkobel-Radrundweg im Landkreis Dingolfing-Landau eröffnet. Die nördliche Landkreis-Tour schließt Pilsting, Wallersdorf und Landau mit ein. Gemeinsam mit Landrat Heinrich Trapp und Bürgermeister Josef Hopfensperger fällt um 14 Uhr der Startschuss für die neue Strecke am Pilstinger Rathaus.

Manch ein Taubenkobel ist ein kleines Kunstwerk, wie dieser in Lindhof nördlich von Haidlfing. – Foto: Melis

Es ist der zweite Taubenkobelweg, der im Landkreis zur Ausfahrt einlädt. Nachdem der erste Weg dieser Art im südlichen Landkreis zur Tour im Bereich Aufhausen einlädt, ist nun auch eine nördliche Strecke konzipiert worden, wie Heidi Feicht, Leiterin des Tourismusbüro des Landkreises Dingolfing-Landau berichtet. Zum offiziellen Start radeln die Teilnehmer zwar nur eine verkürzte Strecke, insgesamt ist der Taubenkobelweg Nummer zwei je nach Variante 48 Kilometer lang und bietet damit einen interessanten Tagesausflug.

Gestartet werden kann demnach bei der Schaubäckerei Landau, dann geht es weiter über die Heimkehrer-Kapelle „Muttergottes im Moos“ zu den Hietzinger Wiesen und über Pilsting, Parnkofen und Mögling weiter nach Ganacker. Von dort aus können die Radler die Tour fortsetzen über Haidlfing, Lindhof und Wallersdorf und zurück über Frammering zum Ausgangspunkt.

Taubenkobel gehören in Niederbayern zum Erscheinungsbild prächtiger Bauernhöfe. Egal ob versteckt auf dem Dachboden oder als prächtiges „Schloss“ weithin sichtbar mitten am Hof, Taubenkobel sind kulturgeschichtliche Denkmäler. Denn einst war die Taubenzucht ein Privileg des Adels. Als es freigegeben wurde, wurden aus den Untertanen nicht nur fleißige „Tauberer“, also Taubenzüchter, vor allem die reichen Großbauern eiferten mit kunstvollen Taubenschlägen ihren einstigen Grundherren nach und demonstrierten so ihr neues Selbstbewusstsein. An diese Tradition will der Landkreis mit den Touren erinnern und die Geschichte und Bedeutung ein Stück weit in Erinnerung rufen.

Die Kurzstrecke startet zur Eröffnung am Samstag, 26. Mai  um 14 Uhr am Pilstinger Rathaus. Nach kurzen Grußworten machen sich die Radler auf nach Waibling zum ersten Halt. Zwei weitere Taubenkobel gibt es in Parnkofen zu bestaunen, bevor es weitergeht nach Mögling. Unter der Bundessstraße B20 hindurch führt die Strecke nach Gosselding und Ganacker zur Endstation, wo nochmals drei Kobel zu bestaunen sind, einer davon sogar noch bewohnt. Nach diesen knapp zehn Kilometern gibt es ein gemütliches Beisammensein auf dem Areal des Radfahrvereins Wanderlust Ganacker, wo für das leibliche Wohl gesorgt ist und auch die Hochräder des Vereins bestaunt werden können. Zum Mitradeln eingeladen ist jeder Interessierte, allen voran natürlich die heimischen Radlervereine. Weitere Informationen über den Taubenkobelweg gibt es auf der Internetseite des Landkreises Dingolfing-Landau unter der Rubrik Tourismus (www.ferienland-dingolfing-landau.de).