Klöppeln: Im Freilichtmuseum wird gewerkt wie in alten Zeiten
(ra) Im Freilichtmuseum Finsterau wird am Sonntag, 13. August gehämmert, geschnitzt, gebunden und geklopft. Von 13 bis 16 Uhr schwingt Josef Wurm in der Dorfschmiede seinen Hammer über dem Amboss und formt scheinbar unbeugsames Eisen zu Türbeschlägen, Ketten und Hufeisen. Metall bearbeitet auch Messerschleifer Rainer Kronawitter im Tanzerhof.

Andere Handwerker bearbeiten an ihrer Werkbank verschiedene Hölzer:
- Im Kappl-Hof verwendet der Rechenmacher für die Zinken der Holzrechen meist Vogelbeere. Der Drechsler zeigt im Raidlhaus, wie die kunstvollen Schrotpfosten entstehen, die man allenthalben an den Museumshöfen sieht.
- Mit ruhiger Hand arbeitet Viola Jablonska in der Stube des Tanzerhofs an ihren kunstvoll verzierten Lebkuchen.
- Im Sachl duftet es nach Wildkräutern und Blumen, aus denen wunderbare Kränze und Gestecke gezaubert werden.
- Wie man den Steinbackofen bestückt (bereits ab 10 Uhr), um darin knuspriges Holzofenbrot zu backen, kann man am Kappl-Hof verfolgen. Schmalzgebackenes, das früher an jedem Feiertag aus den Bauernküchen duftete, wird im Austragshaus des Petzi-Hof frisch zubereitet.
Wer nicht gut zu Fuß ist, hat bei schönem Wetter auch die Möglichkeit, das Museum einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Der Förderverein bietet kostenlose Kutschfahrten durchs Museum an. Wer stumpfe Messer zu Hause hat, der kann sie zum Schleifen mitbringen.
Weitere Informationen: Freilichtmuseum Finsterau, Museumsstraße 51, 94151 Finsterau, Telefon: 08557 9606-0, finsterau@freilichtmuseum.de