(ra) Fast ein Jahr wurde gebaut, nun ist die umfangreiche Sanierung der Ortsdurchfahrt Irlbach offiziell abgeschlossen. Nachdem die Kreisstraße SR 7 bereits im Juni wieder für den Verkehr freigegeben worden war, trafen sich die Verantwortlichen am Mittwoch zum offiziellen Abschluss der Baumaßnahme. Rund 1,08 Millionen Euro wurden in die 1,2 Kilometer lange Strecke und die begleitende Infrastruktur investiert.

Die Arbeiten erfolgten innerhalb von rund elf Monaten in zwei Bauabschnitten. Für die Gemeinde war die Sanierung von besonderer Bedeutung: Die SR 7 ist die Hauptverkehrsader durch Irlbach und entsprechend stark frequentiert.

Von der Fahrbahn bis zur Straßenbeleuchtung

Dem Ausbau waren jahrelange Diskussionen vorausgegangen. Bereits seit acht Jahren beschäftigte die Sanierung die Verantwortlichen. Nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Markus Fischer war die Fahrbahn stark geschädigt und wies vor allem zahlreiche Risse auf. Auch Gehwege, Randbegrenzungen und Entwässerungseinrichtungen waren sanierungsbedürftig.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltung und der beteiligten Firmen gemeinsam mit Landrat und Bürgermeister beim Gruppenfoto. – Foto: Landratsamt Straubing-Bogen/Pressestelle

Die Baumaßnahme ging deshalb weit über eine neue Asphaltdecke hinaus. Auf einer Länge von 1,2 Kilometern wurden Randbegrenzungen, Straßenabläufe und Kanalleitungen erneuert. Die Gehwege wurden erweitert und gepflastert, Stromversorgung und Straßenbeleuchtung modernisiert sowie an den Ortseingängen Fahrbahnteiler eingebaut. Abschließend erhielt die Straße einen neuen Fahrbahnbelag.

Von den Gesamtkosten in Höhe von 1,08 Millionen Euro trägt der Landkreis für die Kreisstraße rund 654.000 Euro. Die übrigen Kosten entfallen auf die Gemeinde, unter anderem für Gehwege und weitere Begleitmaßnahmen.

Vollsperrung verlangte Anwohnern einiges ab

Bürgermeister Armin Soller bezeichnete den Ausbau angesichts der Funktion als Hauptstraße als besonders wichtige Maßnahme. Gleichzeitig habe die lange Bauzeit erhebliche Einschränkungen für Anwohner und Anlieger bedeutet. Er dankte ihnen für das Verständnis während der Arbeiten.

Auch für die beteiligten Unternehmen stellte das Projekt eine Herausforderung dar. STRABAG-Oberbauleiter Christian Nagel sprach angesichts der notwendigen Vollsperrung von einer „anspruchsvollen Maßnahme“. Mareike Pechtner vom mit Planung und Bauleitung beauftragten Ingenieurbüro KEB hob die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor.

Landrat Tobias Beck verwies beim offiziellen Abschluss auf die Bedeutung eines leistungsfähigen Straßennetzes. „Es ist wichtig, dass wir unsere Infrastruktur erhalten. Wir stehen mit unserem Kreisstraßennetz recht gut da und das soll auch weiterhin so bleiben.“

Die nächste größere Straßenbaumaßnahme in Irlbach zeichnet sich bereits ab. In den kommenden Jahren soll auch die Ortsdurchfahrt in Richtung Ainbrach auf der SR 12 saniert werden. Das Projekt ist bereits in der mittelfristigen Finanzplanung des Landkreises enthalten. Wann gebaut wird, hängt allerdings von der Haushaltslage und den künftigen Haushaltsbeschlüssen ab.