(djd). Der Alltag fällt plötzlich schwerer. Die Energie fehlt, die Hände sind ständig kalt und selbst nach ausreichendem Schlaf will die Erschöpfung nicht nachlassen. Dazu kommt eine schleichende Gewichtszunahme. Was viele zunächst auf Stress oder das Älterwerden schieben, kann eine ganz andere Ursache haben: Rund fünf Prozent der Menschen in Deutschland leiden an einer Schilddrüsenunterfunktion – bei weiteren fünf Prozent bleibt sie sogar unentdeckt.

Körper läuft auf Sparflamme

Wer trotz ausreichend Schlaf ständig erschöpft ist und unter Konzentrationsproblemen leidet, sollte seine Schilddrüse checken lassen. Foto: djd/Homöopathisches Laboratorium/Getty Images/mapodile

Die kleine Drüse am Hals steuert mit ihren Hormonen nahezu den gesamten Stoffwechsel. Produziert sie zu wenig davon, läuft der Körper gewissermaßen auf Sparflamme. Besonders Frauen sind häufig von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Etwa jede Zehnte erkrankt im Laufe ihres Lebens. Neben körperlichen Anzeichen können auch Konzentrationsprobleme, Ängste oder depressive Verstimmungen auf eine gestörte Schilddrüsenfunktion hindeuten.

Weil die Beschwerden meist schleichend auftreten und wenig eindeutig sind, beginnt für Betroffene mitunter eine lange Suche nach der Ursache. Viele warten teilweise jahrelang auf die richtige Diagnose, bestätigt Barbara Schulte, Vorsitzende der Schilddrüsen-Liga Deutschland. 

Was die Schilddrüse unterstützt

Wer entsprechende Veränderungen über längere Zeit bemerkt, sollte seinen TSH-Wert ärztlich überprüfen lassen. Ist dieser erhöht, kann das auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten. Besonders bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft sind regelmäßige Kontrollen wichtig, da eine unbehandelte Erkrankung Mutter und Kind gefährden kann. Oft ist eine gezielte Unterstützung empfehlenswert.

Neben Jod trägt auch Selen zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei – so können Nahrungsergänzungsmittel wie Selen Pflüger Pur mit bioaktivem Natriumselenit die bedarfsgerechte Versorgung unterstützen. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024 hat gezeigt, dass eine Selenzufuhr den TSH-Wert und die Schilddrüsenantikörper senken kann. 

Tipps für den Alltag 

– Auf eine jodreiche Ernährung achten, etwa mit Seefisch, Meeresfrüchten, Milchprodukten oder jodiertem Salz.
– Die Schilddrüse mit einer bedarfsgerechten Selenzufuhr unterstützen. Auf Portalen wie www.pflueger.de gibt es hierzu weiterführende Informationen.
– Symptome ernst nehmen und ärztlich abklären lassen, statt diese vorschnell auf die alltäglichen Belastungen zu schieben.
– Einen guten Umgang mit Stress pflegen, zum Beispiel über Entspannungstechniken, Atemübungen und genügend Ruhepausen.