(ra) Neue Gesichter, große Herausforderungen und der Wunsch nach enger Zusammenarbeit: Bei der ersten Bürgermeister-Dienstbesprechung nach den Kommunalwahlen hat Landrat Tobias Beck die künftige Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Kommunen in den Mittelpunkt gestellt.

Rund ein Drittel der Bürgermeister*innen im Landkreis Straubing-Bogen ist neu im Amt. Zwölf der insgesamt 37 Rathauschefs nahmen deshalb die Gelegenheit wahr, sich bei der Dienstversammlung im Landratsamt einen Überblick über die verschiedenen Abteilungen und Sachgebiete der Kreisbehörde zu verschaffen.
„Wir wollen Partner sein und auch Dienstleister für die Gemeinden“, betonte Landrat Tobias Beck. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Partnerschaft nicht bedeute, jede Forderung erfüllen zu können. Sein Ziel sei ein enger und regelmäßiger Austausch mit den Kommunen.
Dazu kündigte Beck an, in den kommenden Monaten alle Gemeinden im Landkreis besuchen zu wollen. Neben Gesprächen mit den Bürgermeistern sollen dabei auch Besuche bei örtlichen Unternehmen stattfinden. Zudem soll die Bürgermeister-Dienstversammlung künftig vierteljährlich abgehalten werden.
„Ich habe in meinen ersten Wochen im Amt bereits viel gelernt über unseren Landkreis und unsere Gemeinden. Das aber nicht aus Akten, sondern in erster Linie aus Gesprächen mit den Menschen vor Ort“, sagte Beck.
Als Gast begrüßte die Runde auch Regierungspräsident Rainer Haselbeck. Er unterstrich die Bedeutung persönlicher Kontakte zwischen den Gemeinden und der Regierung von Niederbayern. Viele kommunale Themen hätten direkte Berührungspunkte mit der Bezirksregierung, weshalb das gegenseitige Kennenlernen wichtig sei.
Inhaltlich standen vor allem zwei Themen im Fokus: die Zivile Alarmplanung sowie die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes. Besonders der schrittweise Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder beschäftigt Kommunen und Landkreis weiterhin intensiv.
Jugendamtsleiterin Gerlinde Gietl verwies auf die bereits umgesetzten Maßnahmen und Investitionen im Landkreis. Im Vergleich zu vielen anderen Regionen sei man gut aufgestellt. Gleichzeitig müsse die weitere Entwicklung im Blick behalten werden. Der Rechtsanspruch startet im September 2026 zunächst für Erstklässler und wird in den folgenden Jahren schrittweise auf die weiteren Grundschuljahrgänge ausgeweitet.
Darüber hinaus informierte Beck die Bürgermeister darüber, dass sich der Landkreis für das Bayerische Modellregionengesetz zur Entbürokratisierung beworben hat. Eine Entscheidung über die Bewerbung steht noch aus.
