(ra) Die Jesuitenkirche St. Ignatius in Landshut öffnet nach 18 Jahren Renovierungszeit wieder ihre Türen – und wird gleich zur Bühne für zwei hochkarätige Konzerte der Landshuter Hofmusiktage. Damit kehrt nicht nur ein bedeutender Kirchenraum in das kulturelle Leben der Stadt zurück, sondern auch ein außergewöhnlicher Ort für geistliche Musik der Barockzeit.

Bernhard Hirtreiter, musikalischer Leiter der Hofmusiktage, Msgr. Franz Joseph Baur und Michael Bragulla, erster Vorsitzender der Hofmusiktage im Kirchenraum von St. Ignatius – Foto: Petra Möllerfrerk

„Wir sind stolz darauf, der Landshuter Öffentlichkeit diesen Kirchenraum endlich wieder zugänglich zu machen“, sagt Stiftsprobst Monsignore Josef Baur. Umso mehr freue er sich, dass die Landshuter Hofmusiktage mit gleich zwei Veranstaltungen in der frisch renovierten Kirche vertreten sind.

Den Auftakt gestaltet am 28. Juni um 17 Uhr die Landshuter Hofkapelle. Eine Woche später, am 5. Juli, folgt ein weiterer musikalischer Höhepunkt. Dann präsentieren die Landshuter Vokalisten gemeinsam mit dem Harmonia Consort zwei bedeutende Werke der Barockmusik.

Unter der Leitung von Festivalgründer Bernhard Hirtreiter erklingen Heinrich Schütz’ „Musikalische Exequien“ sowie die „Markuspassion“ von Reinhard Keiser. Die „Musikalischen Exequien“ entstanden 1636 für die Trauerfeier des Fürsten Heinrich Posthumus Reuß, der die verwendeten Bibeltexte selbst ausgewählt hatte. Die rund 70 Jahre später komponierte „Markuspassion“ beeinflusste nachweislich auch Johann Sebastian Bach, der mehrere Abschriften des Werkes anfertigte.

Die Aufführung erfolgt in historisch informierter Besetzung und orientiert sich an der Aufführungspraxis der Entstehungszeit. Wenige Streicher, Cembalo und solistische Gesangsstimmen sorgen für einen authentischen Klang.

Das Harmonia Consort wurde von Bernhard Hirtreiter und Jakob Rattinger gegründet und verbindet ambitionierte Laienmusiker mit professionellen Solisten. Auch die Solopartien übernehmen Mitglieder der Landshuter Vokalisten. In der Rolle des Evangelisten ist Martin Witzko zu hören, die Partie des Jesus singt Bernhard Weindl.

Die außergewöhnliche Akustik der Jesuitenkirche verspricht dabei einen besonderen Konzertabend, der zwei Meisterwerke der Barockzeit eindrucksvoll zur Geltung bringen soll.

Tickets sind über die Internetseite der Landshuter Hofmusiktage, bei OK Ticket sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.