(djd). Ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Park: Grillen gehört zu den beliebtesten Freizeitritualen in der warmen Jahreszeit. Neben dem Geschmack der Speisen steht vor allem das gemeinsame, gesellige Erlebnis im Vordergrund.

„Die richtige Vorbereitung, gute Zutaten und ein paar einfache Tricks entscheiden oft darüber, ob das Grillfest zum vollen Erfolg wird“, weiß Julia Klose, Biersommelière bei der Brauerei C. & A. Veltins und ausgewiesene Grillexpertin.
Die wichtigsten Grundregeln:
1. Fleisch rechtzeitig temperieren: Grillgut sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill gelegt werden. Besser ist es, Fleisch etwa eine halbe Stunde vorher herauszunehmen. So gart es gleichmäßiger.
2. Mit Hitzezonen arbeiten: Statt den gesamten Rost mit heißen Kohlen zu belegen, besser heiße und kühlere Zonen schaffen, damit das Grillgut bei zu starker Hitze verlegt werden kann. Kurzgebratenes wird direkt gegrillt, Braten, Hähnchen und ähnliches eher indirekt. Bei Stichflammen durch tropfendes Fett das Grillgut in eine kühlere Zone legen.
3. Gute Grillkohle verwenden: Zum Anzünden eignet sich ein Anzündkamin. Sind die Kohlen nach etwa 30 Minuten mit einer weißen Ascheschicht überzogen, sind sie einsatzbereit und können in den Grill gefüllt werden. Anzündhilfen sollten ausdrücklich für Grillkohle geeignet sein.
4. Vorbereitung einplanen: Marinaden brauchen Zeit zum Einziehen, und auch ein Kohlegrill benötigt meist rund 20 bis 30 Minuten, bis er die richtige Temperatur erreicht hat.
5. Grillzange statt Gabel: Fleisch möglichst nicht anstechen, sonst verliert es Saft und wird trocken. Eine lange Grillzange aus Edelstahl erleichtert das schonende Wenden des Grillguts.

6. Grillgut leicht einölen: Ein dünner Ölfilm auf Fleisch oder Gemüse verhindert, dass es am Rost kleben bleibt.
7. Deckel geschlossen halten: Beim indirekten Grillen, etwa bei größeren Fleischstücken, sollte der Deckel möglichst geschlossen bleiben, damit die Hitze gleichmäßig zirkulieren kann.
8. Kerntemperatur kontrollieren: Ein Grill- oder Bratenthermometer hilft, den gewünschten Gargrad zu erreichen und verhindert, dass Fleisch außen verbrennt, während es innen noch roh ist.
9. Fleisch ruhen lassen: Nach dem Grillen sollte Fleisch einige Minuten ruhen. So verteilt sich der Fleischsaft im Inneren besser.
10. Erst am Ende salzen: Salz entzieht Fleisch Flüssigkeit, daher besser erst kurz vor dem Servieren oder nach dem Grillen salzen.
Wer diese Grundregeln beachtet, schafft beste Voraussetzungen für einen gelungenen Grillabend.
