(pol) Ermittler der Polizei Straubing haben einem Trio von Trickbetrügern vorzeitig das Handwerk gelegt. Die Männer sollen seit mindestens Anfang 2025 über Online-Kleinanzeigen gefälschte Goldbarren verkauft haben. Zwei Tatverdächtige wurden bei einer Übergabe auf frischer Tat festgenommen, ein weiterer Komplize am Montag am Flughafen München.

Nach bisherigen Erkenntnissen boten die Betrüger Goldbarren mit einem Gewicht von 20, 50 und 100 Gramm an. Die Übergaben fanden überwiegend im Raum Straubing statt, ob die Täter auch in anderen Regionen aktiv waren, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Besonders auffällig: Ein angeblicher 100-Gramm-Goldbarren wurde zu einem stark unter dem Marktwert liegenden Preis von rund 10.000 Euro angeboten.

Beworben wurden renommierte Marken wie PAMP, Perth Mint oder Argor Heraeus. Die gefälschten Barren waren in Blisterverpackungen eingeschweißt und wurden mit nachgeahmten Rechnungen einer angeblichen Teutoburger Münzhandel GmbH übergeben. Bei einem Geschäft am 10. Januar griffen die Beamten zu und nahmen zwei der Tatverdächtigen unmittelbar bei der Übergabe fest. Der dritte Beteiligte wurde nach seiner Wiedereinreise ins Bundesgebiet am Montag am Flughafen München verhaftet.

Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei Straubing in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Gegen alle drei Beschuldigten wurden Haftbefehle erlassen, zwei davon sind inzwischen unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Polizei bittet mögliche weitere Geschädigte, die im relevanten Zeitraum entsprechende Goldkäufe getätigt haben, ihre Ware überprüfen zu lassen und sich gegebenenfalls bei der Polizei Straubing unter Telefon 09421/868-2320 zu melden.