11. Landshuter Seminar für Hebammen, Ärzte und Geburtshilfepersonal
(ra) Auf großes Interesse stieß das 11. Seminar für Hebammen, Pflegepersonal und geburtshilflich interessierte Ärztinnen und Ärzte, das die Frauenklinik des Krankenhauses Landshut-Achdorf, das Perinatalzentrum Niederbayern sowie das Brustzentrum Landshut am Samstag angeboten hatten.
Privatdozent Dr. Lorenz Rieger, der Chefarzt der Frauenklinik, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über die Möglichkeiten, eine Frühgeburt zu verhindern. Die Diplom-Ökotrophologin Monika Ziebart aus München erklärte das „Baby-led-Weaning“, eine alte Methode, Beikost nach der Still- und Flaschenmilchphase einzuführen, die derzeit in Trend kommt. Dabei nutzen Eltern die kindliche Neugier des Babys und lassen es am Familientisch auf mundgerechte Stücke gedünstetes Obst, Gemüse oder Brot von selbst zugreifen. Das trainiert nicht nur die Freude am Essen, sondern auch die Auge-Hand-Mund-Koordination des Nachwuchses.
Prof. Dr. Markus Paulus, Professor für Entwicklungspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sprach über die frühe Mutter-Kind-Beziehung und wie die Geburtshilfe diese positiv beeinflussen und stärken kann. Eine Fruchtwasserembolie kommt bei der Geburt eines Kindes glücklicherweise relativ selten vor, ist jedoch kaum vorhersehbar und für Mutter und Kind eine sehr gefährliche Notfallsituation.
Oberärztin Peggy Straßberger vom Perinatalzentrum Niederbayern am Krankenhaus Landshut-Achdorf berichtete über das Notfallmanagement bei einer Fruchtwasserembolie. Ein weiterer seltener Fall ist die Schulterdystokie des Babys während des Geburtsvorgangs. Die Leitende Oberärztin der Frauenklinik am Krankenhaus Landshut-Achdorf, Dr. Silvia Sabus und die Hebamme Bettina Fischer trainierten mit den Teilnehmern am Seminar, wie in diesem Fall reagiert werden kann.
Mit der Resonanz auf das 11. Landshuter Seminar sind die leitende Oberärztin Dr. Silvia Sabus und die Leiterin der Elternschule Barbara Thein sehr zufrieden: Mehr als 60 Zuhörer waren in den Hörsaal des Krankenhauses Landshut-Achdorf gekommen.