106 IG BAU-Jubilare in Niederbayern kommen auf 4.670 Gewerkschaftsjahre
(ra) Auf diese Urgesteine kann man bauen: Für ihr Engagement und ihre Treue werden 106 langjährige Mitglieder der IG BAU aus den Landkreisen Landshut, Dingolfing-Landau und Kelheim ausgezeichnet – bei der Jubilarehrung der Gewerkschaft am Samstag, 16. Juli in Ergolding. „Die Mitglieder sind das Fundament der IG BAU. Und das hält in Niederbayern seit vielen Jahrzehnten fest zusammen“, sagte dazu der Regionalleiter der IG BAU Bayern und Referent auf der Veranstaltung, Karl Bauer am Mittwoch gegenüber Medien.
Zusammengerechnet bringen es die niederbayerischen Jubilare – rein rechnerisch – auf 4.670 Gewerkschaftsjahre. „Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann“, so Bauer.

Die IG BAU Niederbayern kümmert sich um die Belange von rund 23.300 Bauarbeitern und 5.500 Reinigungskräften in der Region. Außerdem vertritt sie die Interessen von Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft, in der Floristik, im Gartenbau sowie im Dachdecker-, Gerüstbauer- und Malerhandwerk.
„Vom Fliesenleger bis zur Büroangestellten im Baubetrieb, von der Landschaftsgärtnerin bis zum Fassadenreiniger – die Mitglieder decken ein breites Branchen-Spektrum ab“, unterstrich Bauer. Hier komme ein enormer Erfahrungsschatz zusammen. Davon profitiere die Gewerkschaft in ihrer täglichen Arbeit. „Die Jubilare haben viel handwerkliches Know-how, wissen aber auch, wann eine Tariferhöhung fällig ist. Für die Baubeschäftigten gibt es jetzt ganz aktuell ein ordentliches Lohn-Plus und eine Entschädigung für die oft langen Fahrten zu den Baustellen kommt ab nächstem Jahr“, sagte Karl Bauer.
Vom Know-how der IG BAU und ihrer Mitglieder könnten Politiker und Arbeitgeber eine Menge lernen. „Vom klimagerechten Waldumbau im Forst bis hin zum Umgang mit digitalen Technologien auf der Baustelle – Antworten auf drängende Fragen kommen oft aus der betrieblichen Praxis“, betonte der Gewerkschafter. Eine zentrale Botschaft der Jubilare bleibe auch heute hochaktuell: „Faire Arbeit fällt nicht vom Himmel. Bessere Arbeitsbedingungen können Beschäftigte nur gemeinsam erreichen – indem sie sich auch mal mit dem Chef anlegen“, so Bauer.