Wie schafft man fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag?
(ra) Obst und Gemüse sind gesund. So wohlbekannt diese Binsenweisheit, so oft findet man Ausreden, warum gerade jetzt etwas anderes auf den Teller darf. Schließlich müsste der Apfel erst gewaschen, die Karotte geschält und die Paprika geputzt werden. Zeit ist knapp und die Tür zum Naschschrank öffnen, einfacher. Ist es möglich, das eigene Verhalten zu verändern? Und: warum sollte man es überhaupt modifizieren?

Wie viel ist eigentlich „eine Portion“
Die Menge einer Portion ist individuell. Orientieren kann man sich an einer einfachen Faustregel: Was in die eigene Handfläche passt, ist eine Portion. Dabei zählen nicht nur Äpfel, Birnen, Gurken und Co, sondern auch zum Beispiel Nüsse und Trockenfrüchte, Gemüsesäfte oder Smoothies. Selbstgepresste Säfte sind hierbei nicht nur gesünder als gekaufte, sie lassen sich auch besser an den eigenen Geschmack anpassen.
Gesundes in den Alltag integrieren – wie schafft man fünf Portionen?
Studien ergeben regelmäßig, dass ein Großteil der Menschen zu wenig Obst und Gemüse isst. Und Großteil meint hier: beinahe 90 Prozent. Gleichzeitig sind die Menschen sich aber auch bewusst, dass sie sich eigentlich gesünder ernähren müssten. Was viele hindert, ist der oft stressige Alltag.
Je weniger Aufwand also mit gesunder Ernährung verbunden ist, desto leichter ist die bereits eingangs erwähnte Bequemlichkeit zu überwinden. Säfte und Smoothies sind hier ein guter Ansatzpunkt. Diese sind etwa mit entsprechenden Bullet Mixern schnell zubereitet und auch im turbulenten Alltag „to go“ und zwischendurch verzehrt. Von Klassikern mit Orange oder Apfel bis hin zu eher ungewohnten Säften mit Rhabarber oder Ingwer – die Möglichkeiten sind vielfältig.
Welche konkreten Zusammenhänge zwischen Obst, Gemüse und der Gesundheit sind nachweisbar
Die Inhaltsstoffe sind klar. Obst und Gemüse haben kaum Fett, dafür umso mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Doch was sagt das konkret über die Wirkung auf unsere Gesundheit aus?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist der Frage nachgegangen, welche Krankheitsrisiken der Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag nachweislich senken kann. Die Ergebnisse sind, besonders im Bereich der koronaren Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Schlaganfall, deutlich. Hier senkt der Konsum von Obst und Gemüse das Risiko einer Erkrankung sehr wahrscheinlich. Doch auch das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen nimmt höchstwahrscheinlich ab. Weniger eindeutig sind die Ergebnisse zum Beispiel im Bereich der entzündlichen Darmerkrankungen.
Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag klingen erst mal nach viel – eine einfachere Integration in den Alltag, etwa durch selbstgepresste Säfte, ist aber eine hervorragende Möglichkeit, diesem Ziel näher zu kommen.