Schüler*innen retten die Welt – spielerisch gegen Verschwendung von Lebensmittel
(ra) Eine Rettungsmission aus der Zukunft, ein Wettlauf gegen die Zeit und eine Aufgabe, die aktueller nicht sein könnte: Zwei achte Klassen des Robert-Koch-Gymnasiums Deggendorf nahmen erfolgreich an einem interaktiven Escape Game teil, das sich der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung widmet. Im Rahmen der Bayerischen Ernährungstage reisten am Mittwoch die Jugendlichen im Spiel aus dem Jahr 2083 zurück ins Jahr 2030, um die drohende Klimakatastrophe zu verhindern.

Das Spiel „Mission Zero Waste. Zeitreise gegen die Lebensmittelverschwendung“ sensibilisiert für ein globales Problem: Ein Drittel aller produzierten Lebensmittel geht weltweit verloren. In Deutschland landen pro Sekunde 350 Kilogramm Essen im Müll. In Bayern wirft jede Person durchschnittlich 70 Kilogramm Nahrungsmittel jährlich weg. Dabei entstehen hohe Mengen an CO₂ und Ressourcen werden vergeudet.
Wissen als Schlüssel zur Lösung
Aufgeteilt in fünf Gruppen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler fünf Stationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Bauernhof über die Fabrik, den Supermarkt, die Mensa bis zur heimischen Küche. An jeder Station wurde aufgezeigt, warum Lebensmittel vernichtet werden und wie sich dies vermeiden lässt. Begleitet wurden die Jugendlichen dabei von Julia Hillmann und Kerstin Fischer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing.
Im Anschluss war Teamarbeit gefragt: Die Klassen 8a und 8e mussten innerhalb von 60 Minuten Rätsel lösen, verschlossene Boxen öffnen, Kassettenrekorder starten und knifflige Aufgaben bewältigen – alles mit dem Ziel, die Mission erfolgreich zu meistern. Beide Gruppen meisterten die Herausforderung souverän.
Alltags-Tipps der jungen Klimaretter
Zum Abschluss gaben die Schüler*innen praktische Empfehlungen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag:
- Auch krummes oder fleckiges Obst und Gemüse ist schmackhaft – es kommt auf den Geschmack, nicht auf das Aussehen an.
- Aus Resten lassen sich neue Gerichte kreieren, etwa Chips aus trockenem Brot oder Wraps mit übrig gebliebenem Gemüse.
- Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum – sehen, riechen und schmecken hilft beim Einschätzen.
- Zu große Portionen aus Mensa oder Restaurant gehören in eine „Retterbox“ statt in den Müll.
- Wer seinen Einkauf plant, wirft weniger weg.
- Richtiges Lagern verlängert die Haltbarkeit vieler Produkte.
- Wer regional und saisonal einkauft – etwa direkt auf dem Bauernmarkt – spart Transportwege und schont das Klima.
Das Escape Game richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Schulklassen oder Jugendgruppen, die Interesse haben, können sich beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing unter poststelle@aelf-ds.bayern.de oder telefonisch unter 09421/8006-0 melden.