31. August 2025
LandshutPolizeimeldungen

Schockanrufe bleiben bisher erfolglos – doch die Gefahr wächst

(pol) Im Stadtgebiet von Landshut häufen sich derzeit sogenannte Schockanrufe. Am Dienstag meldeten zahlreiche Bürger*innen täuschend echte Anrufe, bei denen sich Betrüger als Polizisten oder Staatsanwälte ausgaben. Ziel war es, die Betroffenen mit erfundenen Notfällen zur Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen zu bringen. Glücklicherweise erkannte niemand die Falle zu spät – es kam zu keiner Geldübergabe.

Mit geschickter Gesprächsführung versuchten die Täter, Angst und Handlungsdruck aufzubauen. Dabei schilderten sie, ein naher Angehöriger sei in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt. Nur durch eine sofortige Kautionszahlung könne eine Haft abgewendet werden. Die Anrufer gaben sich als Beamte aus und traten äußerst überzeugend auf.

Polizei warnt vor weiteren Anrufen

Die Polizei geht davon aus, dass die Anrufe in der Region nicht abreißen. Sie appelliert eindringlich an alle Bürger*innen, bei derartigen Anrufen sofort misstrauisch zu werden. Eine echte Polizeiinspektion erkundigt sich niemals telefonisch nach Bargeld, Vermögenswerten oder Wertsachen. Ebenso wenig fordert sie am Telefon Geldübergaben oder Kautionszahlungen.

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Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und die örtliche Polizeidienststelle informieren. Je schneller die Masche gemeldet wird, desto gezielter kann die Polizei reagieren und aufklären.

Prävention als wichtigster Schutz

Vor allem ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier dieser Betrugsform. Angehörige sollten ihre Eltern und Großeltern aktiv sensibilisieren und über die Vorgehensweise der Täter aufklären. Eine gesunde Portion Skepsis kann helfen, sich nicht täuschen zu lassen.

Die Polizei bittet: Niemals persönliche Daten, Bankinformationen oder Hinweise zu Wertsachen am Telefon preisgeben. Im Zweifelsfall lieber einmal zu viel auflegen und selbst die echte Polizei kontaktieren.