Bayern

E.ON Umfrage: Mehrheit in Bayern für Solarparks in Wohnortnähe

(ra) Energiewende ja, und auch gerne vor der eigenen Haustür – dafür plädiert die Mehrheit der Menschen in Bayern, wie eine aktuelle, repräsentative E.ON Studie ergibt. Die Bürger*innen im Freistaat befürworten dabei nicht nur mit 81 Prozent Solar-Dachanlagen in Wohnortnähe, auch große Ökostromanlagen sind willkommen: 59 Prozent stimmen für Solarparks. Es folgen mit je 47 Prozent Windräder und Biogasanlagen.

Solarparks und Windenergie – Foto: Pixabay

Andere erneuerbare Energieanlagen in oder in der Nähe der eigenen Stadt oder Gemeinde favorisieren 40 Prozent der Befragten. Nur 20 Prozent sprechen sich für konventionelle Kraftwerke wie zum Beispiel Gaskraftwerke aus. Etwa 61 Prozent der Teilnehmenden geben an, dass der Ausbau der Regenerativen durch die Energiekrise sehr viel oder eher wichtiger geworden ist. Durchgeführt hat die E.ON Studie das Marktforschungsinstitut Civey unter insgesamt mehr als 2.500 Personen ab 18 Jahren in Bayern.  

71 Prozent bewerten bestehenden Solarpark vor der Haustür positiv

Die positive Haltung zu den beliebtesten großen Ökostromanlagen, den Solarparks, bleibt in Bayern auch bestehen, wenn die Module installiert sind: 71 Prozent der Menschen im Freistaat, die in der Nähe einer Photovoltaik-Freiflächenanlage wohnen, finden dies sehr gut oder eher gut. Benjamin Jambor, in der Geschäftsführung von E.ON Deutschland verantwortlich für Photovoltaik, sagt: „Die Ergebnisse der Umfrage decken sich mit unseren Erfahrungen aus der Praxis: Die Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort für Solarparks, die wir bundesweit planen und bauen, bewegt sich auf hohem Niveau und ist zuletzt nochmal weiter gestiegen.“ Nur 14 Prozent der Menschen in Bayern bewerten die Solarparks in ihrer Nähe nicht positiv, unentschieden sind 16 Prozent.

Bei den Motiven für den Bau der besonders beliebten Solarparks steht das Bedürfnis nach mehr Energieunabhängigkeit (71 Prozent) ganz vorne. Es folgen Klimaschutz (61 Prozent) und der Wunsch, dass die eigene Stadt oder Gemeinde die Energiewende vorantreibt (54 Prozent). Eine etwas geringere Rolle spielen eine finanzielle Beteiligung der Kommune (45 Prozent) und der Befragten selbst (31 Prozent). 

Unterfranken bei Windrädern und Solarparks vorn

Die meisten Befürworterinnen und Befürworter von Solarparks und Windrädern in Bayern leben in Unterfranken: Hier finden Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Wohnortnähe 61 Prozent Zustimmung. Für Windräder votiert jede bzw. jeder zweite (50 Prozent). Biogasanlagen erhalten in Schwaben mit 49 Prozent besonders viel Unterstützung.