(ak) Der FSV VfB Straubing hat den Auswärtsfluch beendet. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Franz Koller gewann am Freitag das Niederbayern-Derby beim FSV Landau/Isar mit 1:0 und holte damit den ersten Auswärtssieg der Saison. Überschattet wurde der Erfolg von der schweren Verletzung von Julian Weber, der sich einen Jochbeinbruch zuzog.

Vor gut 100 Zuschauern entwickelte sich eine umkämpfte, spielerisch allerdings überschaubare Bezirksligapartie. Landau hatte zwar mehr Ballbesitz, fand gegen die von Valentin Kainz und Kapitän Felix Jobst organisierte Straubinger Defensive aber kaum ein Durchkommen.

Die erste gute Möglichkeit hatten sogar die Gäste: Nach gut zehn Minuten zog Simon Hack vom rechten Strafraumeck ab, Landau-Keeper Maximilian Putz lenkte den Ball mit Unterstützung der Querlatte über das Tor. Landau blieb bis zur Pause offensiv weitgehend ungefährlich.

Aheti trifft nach Standardsituation

Die Entscheidung fiel in der 53. Minute. Lorik Aheti nutzte eine Standardsituation und erzielte das 1:0 für Straubing.

Kurz zuvor hatte die Partie für den FSV VfB allerdings eine bittere Wendung genommen. Julian Weber wurde bei einem Luftzweikampf von Jakob Streifeneder mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen und musste ausgewechselt werden. Im Krankenhaus wurde ein Jochbeinbruch festgestellt. Weber soll am Mittwoch operiert werden. Dass die Aktion ohne persönliche Strafe blieb, sorgte auf Straubinger Seite für Unverständnis.

Landau hatte in der 70. Minute seine beste Chance zum Ausgleich. Streifeneder kam nach einer Kombination frei zum Abschluss, setzte den Ball aber knapp neben den Pfosten.

Auch Niklas Bogner musste nach rund 80 Minuten verletzt vom Platz. Bei ihm ergab die Untersuchung im Krankenhaus keinen Rippenbruch, sondern eine Rippenprellung.

In der Schlussphase boten sich Rayan Farjallah und Felix Jobst noch gute Kontermöglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Am 1:0 änderte sich nichts mehr.

„Wir sind heilfroh über unseren ersten Auswärtssieg, dass endlich der Knoten geplatzt ist“, sagte Trainer Franz Koller. Spielerisch sei es „wirklich kein gutes Bezirksligaspiel“ gewesen, seine Mannschaft habe aber kämpferisch alles gegeben. Besonders freute ihn, dass der entscheidende Treffer aus einer Standardsituation fiel.

Angesichts der zahlreichen Ausfälle von Tom Liebherr, Maximilian Hupfloher, Leon Gruber, Besmir Arifaj und kurzfristig auch Florian Folger zeigte sich Koller mit dem Ergebnis entsprechend zufrieden.

Weiter geht es für den FSV VfB bereits am Freitag. Um 19 Uhr empfängt Straubing im eigenen Stadion den FC Dingolfing II.